Austauschprogramm : Eine Begegnung der besonderen Art

Ein Foto mit der Elefantenkuh Mala zur Erinnerung Fotos: Wolfried Pätzold
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Ein Foto mit der Elefantenkuh Mala zur Erinnerung Fotos: Wolfried Pätzold

Gäste vom Volk der Tonga aus Simbabwe besuchen Elefanten in Platschow

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23. August 2015, 12:52 Uhr

Sie stammen alle aus einem fernen Land. Die sieben Frauen und Männer, die dieser Tage den Elefantenhof in Platschow besuchten sind im Norden Simbabwes als Angehörige des Volkes der Tonga zu Hause. Und auch die Mehrzahl der Elefanten, die seit rund drei Jahrzehnten zur Zirkusfamilie Frankello gehören und seit 15 Jahre in Platschow leben, wurden einst in Simbabwe geboren. „Als wir davon hörten, dass junge Leute aus dem afrikanischen Land für einige Wochen in Deutschland zu Besuch sind, haben wir uns spontan entschlossen, sie zu uns einzuladen“, sagt Lilian Kröplin vom Elefantenhof.

Nun war es soweit. Die Gäste aus Simbabwe, die aus den Dörfern Simatelele, Mulindi und Bunsiwa stammen und im Rahmen der Besuchspatenschaft der Kirchengemeinde Oberes Havelland vom 3. bis 23. August in Deutschland weilten, hatten sich in Platschow angesagt. Ziel dieser seit Jahren bestehenden Partnerschaft ist es, sich gegenseitig kennen zu lernen, voneinander zu lernen und sich Hilfe und Unterstützung zu geben. Sie hospitieren in Firmen vor Ort und lernen Land und Leute kennen. Zu hören ist dabei auch, dass man derzeit in Simbabwe mit akuter Trockenheit (der letzte Regen ist dort im September 2014 gefallen) zu kämpfen hat. Sie sind Selbstversorger, verdienen kein Geld, um  sich Dinge kaufen zu können, haben keinen elektrischen Strom und keine fließende Trinkwasserversorgung.

Der Tag auf dem Elefantenhof hat die Alltagssorgen schnell vergessen lassen. Davon konnten sich auch die vielen Besucher überzeugen, denen die afrikanischen Gäste einen musikalischen Gruß darboten. Und man kann es kaum glauben, die meisten der Simbabwer hatten in ihrem Leben noch keine Elefanten gesehen, denen  sie hier erstmals auch ganz nah kommen konnten.  

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