Kombi-Fahrschein : Ein Ticket für Kreise und Stadt gefordert

Linken-Initiative: Fahrgäste aus den Landkreisen sollen mit einem Ticket auch den Nahverkehr Schwerin nutzen können.
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Linken-Initiative: Fahrgäste aus den Landkreisen sollen mit einem Ticket auch den Nahverkehr Schwerin nutzen können.

Kreistagsfraktionen der Linken wollen Kombi-Fahrscheine für Westmecklenburg auf den Weg bringen

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18. März 2016, 12:00 Uhr

Die Fraktionen der Linken in den Kreistagen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und in der Stadtvertretung Schwerin wollen sich für gemeinsame Kombiangebote von Bussen und Bahnen zwischen den Landkreisen und der Landeshauptstadt stark machen.

Seit einiger Zeit gibt es zwischen den Landkreisen und der Stadt Schwerin Diskussionen über Fragen des Öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV, besonders zum Stadt-Umland-Verkehr.

Alle drei Fraktionen äußerten ihr Unverständnis darüber, dass es bisher nicht gelungen sei, zum Wohle der Menschen den ÖPNV in der gesamten Region Westmecklenburg zu harmonisieren.

Fraktionsgeschäftsführer Marcel Eggert: „Man verständigte sich auf ein abgestimmtes politisches Vorgehen, um den Einwohnern die Möglichkeit zu schaffen, mit einmaligem Bezahlen alle Fahrten innerhalb der zwei Landkreise und der Landeshauptstadt unkompliziert zu ermöglichen.“

Die beiden Kreistagsfraktionen werden entsprechende Anträge einbringen, um zu erreichen, dass die drei ÖPNV-Betriebe sich an einen Tisch setzen, um gemeinsame Kombiangebote zwischen Schwerin und Ludwigslust-Parchim als auch den beiden Landkreisen zu entwickeln und die Fahrpläne miteinander abzustimmen. Leerfahrten und Doppelverkehre müssten vermieden werden.

Vorbild sollte das Kombi-Ticktet sein, welches bereits zwischen Schwerin und Nordwestmecklenburg existiert.

Fahrgäste aus dem Umland könnten dann an Umsteigepunkten in der Landeshauptstadt problemlos auf Straßenbahnen und Busse umsteigen, ohne neue Tickets lösen zu müssen. Ein solches Ticket darf jedoch keinen der Partner benachteiligen, so die drei Fraktionsvorsitzenden Henning Foerster, Wolfgang Bohnstedt und Björn Griese.

Ziel der drei Fraktionen ist es, eine vernünftige, nachhaltige Lösung herbeizuführen, die den Bedürfnissen der Menschen in der Region ebenso gerecht wird, wie dem Anspruch, die Verkehrsbelastung in ökologisch vertretbaren Grenzen zu halten. Ein gemeinsames Tarifsystem oder ein Verkehrsverbund in Westmecklenburg sollte nach Meinung der Linken-Kommunalpolitiker perspektivisch angestrebt werden.
 

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