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Parchimer Theater : Ein Prosit auf die Theaterfusion?

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bühnenehe Parchim und Schwerin: Hinter den Kulissen wird eifrig verhandelt / Neuer Name wohl „Junges Staatstheater Parchim“

Sind es gute oder schlechte Zeichen, dass es ruhig um die Theaterehe Parchim und Schwerin geworden ist? Eher gute, denn nach Recherchen der Parchimer Zeitung wird hinter den Kulissen fleißig verhandelt. Trägt man alle Informationen zusammen, sieht es weiterhin gut für die Theaterzukunft Parchims aus.

Die Fusion wird aller Voraussicht nach sogar dem Namen nach eine Aufwertung für Parchims Bühne bringen, denn die soll innerhalb des künftigen Theaters Westmecklenburg „Junges Staatstheater Parchim“ heißen. Vom Landes- zum Staatstheater also. Für die nächste Spielzeit sollen die Parchimer schon fest für das Schweriner E-Werk gebucht sein. Und auch Thomas Ott-Albrecht wird nach derzeitigen Verhandlungsstand weiterhin als Intendant seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Am Wochenende hatte die Linke des Landkreises Ludwigslust-Parchim das Thema Kultur aufs Schild gehoben. Am Montagabend diskutierte der Bildungsausschuss des Kreistags über die Theaterfusion. Andreas Sturm (Linke), stellvertretender Ausschussvorsitzender: „Wir kümmern uns jetzt in jeder Sitzung um den Stand der Dinge.“

Derzeit gehe es vor allem um eine so genannte Zielvereinbarung des Landkreises mit der Landesregierung MV. Diese hatte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) im Januar angeregt. Sie soll vor den Wahlen die Fünf-Millionen-Zusage des Landes für den Umbau der Parchimer Elde-Mühle zum neuen Theaterstandort absichern. Der Ausschuss werde diesbezüglich an das Ministerium schreiben, so Andreas Sturm.

Der Vertrag, der die Fusion der Bühnen regelt, sollte im zweiten Halbjahr unter Dach und Fach sein, hatte Minister Brodkorb geschätzt. Die Verhandlungen scheinen im Zeitplan zu liegen. Rechtzeitig zur nächsten Spielzeit könnte damit das neue Theater Westmecklenburg Wirklichkeit werden. Das Raumkonzept für die Elde-Mühle scheint ebenfalls auf einem guten Weg zu sein. Andreas Sturm: „Wir wünschen uns, so schnell wie möglich zu Ergebnissen zu kommen.“

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bohnstedt plädiert über das Theater hinaus für engagierte Kulturförderung: „Kultur ist eines der zentralen Standbeine und Wachstumsmöglichkeit für den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Ein vielfältiges kulturelles Angebot stärkt den ländlichen Raum.“

 

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