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Pop-Oratorium Luther : Ein Parchimer im Riesenchor

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Sven Pienkny singt bei der Aufführung des Pop-Oratoriums Luther in Hamburger Arena mit

von
erstellt am 06.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Mehr als 1500 Sänger führen am 18. Februar vor etwa 10 000 Zuschauern in der Hamburger Barclaycard Arena das Pop-Oratorium Luther auf. Einige wenige Akteure aus unserer Region sind dabei in dem Riesenchor. Dazu gehört Sven Pienkny aus Parchim: „Ich freue mich schon richtig darauf. Manchmal kann ich nicht mehr schlafen.“

Das Werk von Michael Kunze (Librettist) und Dieter Falk (Komponist) ist in diesem Jahr zum Reformationsjubiläum in zahlreichen Metropolen Deutschlands zu sehen. Ein stimmgewaltiger Chor mit Sängerinnen und Sängern aus der jeweiligen Region führt das Pop-Oratorium zusammen mit einem Symphonieorchester, einer Rockband und zahlreichen Musicalstars auf. Sie bieten zeitgemäße Musik zum mitsingen und mitklatschen. Poppig, rockig und doch immer wieder auch sakral soll sie sein, denn für einige der Songs bei diesem Event haben Martin Luthers eigene Choräle Pate gestanden.

Und Sven Pienkny ist dabei. Der heute 37-jährige Chorsänger hatte früher ein ganz anderes Hobby. Er war Marathon-Läufer und ehrenamtlicher THW-Helfer. Doch durch eine Erkrankung musste er mit dem Sport aufhören. Seit drei Jahren singt er dafür im Kirchenchor von St. Georgen in Parchim. Als er von dem Pop-Oratorium hörte, wollte er mitmachen. Für 100 Euro hat sich der Parchimer vor einem Jahr die Noten gekauft. Immer wieder hat er seitdem die CD mit der Musik gehört und dazu das Skript gelesen. Vor einer Woche war er zusammen mit hunderten Sängern bei den Hauptproben in Hamburg. „Das war Gänsehaut pur“, sagt er.

Schon die Probephase brachte ganz besondere Erlebnisse. Freudig erzählt der Parchimer, wie gut er in einem Hamburger Hotel aufgenommen wurde. Dort durfte auch sein Hund Dingo übernachten. Und hier hat Dingo auch einen Freund gefunden, der sich während der Veranstaltungen um ihn kümmert. Die Proben fanden in der Friedrich-Ebert-Halle statt. „Es ist der Wahnsinn“, zeigt sich Pienkny von der Atmosphäre beeindruckt. Er berichtet, dass er sich mit anderen Sängern aus Hamburg und Bremen schreibt.

Für den Chorsänger ist die Teilnahme am Pop-Oratorium nicht billig. Jede Zugfahrt zum Proben und zu den Auftritten plus Hotelübernachtungen kostet dem Parchimer eine beachtliche Summe. Deshalb muss er abwägen, bei welchen Veranstaltungen er mitmacht. In die Lutherstadt Wittenberg wollte er ursprünglich auch fahren, erzählt er. Aber das hat er gestrichen. Doch beim Abschlusskonzert am 29. Oktober in Berlin will er dabei sein. Dann bilden rund 5000 Sänger den Riesenchor, weiß der Parchimer. Und das Fernsehen zeichnet das Pop-Oratorium auf.

Sven Pienkny hat danach keine lange Sängerpause. Denn schon am 31. Oktober, am Tag des 500-jährigen Reformationsjubiläums, hat er wieder einen, wenn auch nicht ganz so großen Auftritt: bei einem Singegottesdienst in der St. Georgen-Kirche in Parchim.

Informationen zum Pop-Oratorium:

http://www.luther-oratorium.de

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