Primank : Ein Paradies für Katzen

Als ihr Herrchen vor zwei Jahren starb, kamen Nica (r.) und Franz von Parchim nach Primank. „Sie gehören mit ihren jeweils acht Jahren zu den ältesten Tieren bei uns“, sagt Vereinsmitarbeiterin Dörthe Riedel.
Als ihr Herrchen vor zwei Jahren starb, kamen Nica (r.) und Franz von Parchim nach Primank. „Sie gehören mit ihren jeweils acht Jahren zu den ältesten Tieren bei uns“, sagt Vereinsmitarbeiterin Dörthe Riedel.

In Primank kümmert sich seit vier Jahren ein Verein um herrenlose und vernachlässigte Tiere

svz.de von
10. Juli 2018, 21:00 Uhr

Herrenlose Haustiere, hilflos, ausgesetzt, krank, unterernährt, verwahrlost, misshandelt – um sie kümmert sich vom Spornitzer Ortsteil Primank aus seit Juli 2014 der Verein „SOS – Pfotenparadies“. Er will sie aufpäppeln, impfen, entwurmen und kastrieren lassen und dann in gute Hände vermitteln. „Das neue Zuhause muss sich erst ein Jahr als Pflegestelle bewähren, bevor sein Schützling zum persönlichen Besitz wird“, sagt Vereinsmitarbeiterin Dörthe Riedel. In dieser Zeit werde die Pflegestelle mehrmals unangemeldet besucht. Der Verein leistet im Härtefall auch Unterstützung bei der tierärztlichen Betreuung. Für nicht vermittelbare Tiere wurde in Primank außerdem ein Gnadenhof eingerichtet. „Sämtliche Tiere werden bei uns in häuslicher Atmosphäre ohne Käfige betreut“, so Dörthe Riedel.

Beim Tierschutzverein kommen vorübergehend auch Tiere unter, deren Frauchen oder Herrchen sich nicht um sie kümmern können, weil sie krank sind. Gern besuchen Beauftragte des Vereins auch Senioren und organisieren den Tierarztbesuch oder den Transport von Tierfutter oder Katzenstreu. Dies gilt allerdings nur für Vereinsmitglieder.

2016 hat der Verein außerdem eine ganzjährige „Tier-Tafel“ ins Leben gerufen. Bedürftige Bürger, Vereine, Initiativen oder Tierheime allerorts nehmen dieses Angebot gerne in Anspruch. „Mit mehreren Tonnen Futter und Zubehör wird manches Tier-Leid gelindert.“

Der Tierschutzverein finanziert sich aus seinen Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Eine unabhängige Instanz erstellt jährlich ein Rechenschaftsbericht, den ein Wirtschaftsprüfer veröffentlicht. Der Verein gehört außerdem etlichen Internet-Portalen wie beispielsweise www.helpdirect.com oder www.boost-projekt.com an. Wer über diese Plattformen online einkauft, spendet einen Teil des Kaufpreises ohne Mehrkosten an die Tierschützer.

In der Primanker Dorfstraße 18 sind bis zu 45 Katzen im Haus untergebracht und 25 Freigänger. „Sie erleben hier ein Zuhause ohne Angst, Hunger und Qualen. Demnächst soll auf unserem Gelände ein Katzendorf entstehen“, sagt Dörthe Riedel. Um sich ein Bild von der Vereinsarbeit zu machen, sind jederzeit Besuche vor Ort möglich.

So auch am kommenden Wochenende, wenn das SOS-Pfotenparadies Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr den vierten Jahrestag feiert. Jeder Tierfreund ist zum Tag der offenen Tür eingeladen. Bis zum 30. September hat der Verein außerdem sein Förderprogramm neu aufgelegt, womit die Tierkastration bezuschusst wird.

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