Parchim : Ein guter Tag fürs Ehrenamt

Innenminister Lorenz Caffier überreichte den Förderbescheid in Parchim an Karin Gruhlke (M.) und an die Vereinsvorsitzende des Bürgerkomitee Südstadt Karin Rakow.
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Innenminister Lorenz Caffier überreichte den Förderbescheid in Parchim an Karin Gruhlke (M.) und an die Vereinsvorsitzende des Bürgerkomitee Südstadt Karin Rakow.

Die Arbeit des Projektes „Zusammen in Parchim“ wird vom Innenministerium in diesem Jahr mit 10 000 Euro gefördert.

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04. Mai 2017, 12:00 Uhr

Ein guter Tag für das Ehrenamt in Parchim: Der Trägerverein des Projektes „Zusammen in Parchim“ (ZiP) hat für weitere Monate Planungssicherheit, um die Kontakt- und Informationsstelle für freiwilliges Engagement zu betreiben. In dieser Woche erhielt das Bürgerkomitee Südstadt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 10 000 Euro vom Land. Innenminister Lorenz Caffier machte sich persönlich auf den Weg nach Parchim, um das Schreiben an Vereinsvorsitzende Karin Rakow und an Karin Gruhlke zu überbringen, ohne die es ZiP heute gar nicht gäbe. Karin Gruhlke machte keinen Hehl daraus, dass es ohne diese Unterstützung, die vor allem der persönlichen Fürsprache des CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Waldmüller zu verdanken ist, kaum noch möglich wäre, die Personalstelle für eine Koordinatorin im Ehrenamtsbüro zu halten und die Sachkosten zu stemmen.

Das Geld vom Land sei außerdem für die Würdigung von Ehrenamt in der Stadt bestimmt. Das Projekt ZiP ist 2016 schon einmal mit einer Summe in gleicher Höhe vom Innenministerium gefördert worden. Caffier: „Wir brauchen solche Leuchttürme des Ehrenamtes im Land.“ Die Landesförderung sieht er persönlich auch als Anerkennung für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit. Seit seiner Eröffnung im Mai 2000 hat sich das ZiP-Büro einen Namen als kompetente Netzwerkadresse für Vereine (in Parchim gibt es um die 150), Selbsthilfegruppen und engagierte Einzelkämpfer gemacht. Das nötigt ebenfalls Stadtpräsidentin Ilka Rohr den allerhöchsten Respekt ab. Allerdings mahnte sie in Richtung Politik an, „dass sich nicht alle Leistungen und Aktivitäten, die wir brauchen, mit dem Ehrenamt schultern lassen und es fester sowie verlässlicher Strukturen bedarf, damit das gesellschaftliche Leben im ländlichen Raum funktionieren kann. “ Ilka Rohr versicherte auch im Namen von Bürgermeister Dirk Flörke, dass das Projekt „Zusammen in Parchim“ mit der Stadt immer einen verlässlichen Partner haben werde.

Hintergrund: Zusammen in Parchim
Das Projekt Zusammen in Parchim (ZiP) will Bürger für freiwilliges Engagement interessieren und aktivieren, generations- und konfessionsübergreifende Arbeit unterstützen und damit den sozialen Zusammenhalt vor Ort fördern. ZiP fördert den Austausch und die Vernetzung Ehrenamtlicher untereinander, bringt Vereine und Schulen zusammen, Selbsthilfegruppen auf den Weg, regt Weiterbildungen an. Allein 2016 begeisterte ZiP 758 Kinder und Erwachsene bei 35 Stadtrundgängen auf der Erbsenspur. In der Kontaktstelle fanden in zwölf Monaten 42 Treffen von Selbsthilfegruppen statt. Zur Vereinsa(u)ktionswoche 2016 besuchten 165 Gäste, vorwiegend Schüler, thematische Veranstaltungen im Büro. Im Bunde mit weiteren Partnern verwandelt ZiP zum Adventsmarkt das Zinnhaus in ein heimeliges Kinderhaus. ZiP arbeitet in fünf Arbeitskreisen zu den Themen Gesundheit, Prävention und Integration mit.
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