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Parchimer Zeitung

25. September 2017 | 19:09 Uhr

Marnitz : Ein Einsatz wie bei den Profis

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Jugendfeuerwehr Marnitz trainierte 24-Stunden-Tag. Wie bei Berufsfeuerwehr wechselten sich Ausbildung, Alarmierung und Freizeit ab.

von
erstellt am 10.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Eine ganz besondere Übungseinheit absolvierten am Wochenende die Mädchen und Jungen der Nachwuchsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Marnitz. „Ähnlich wie die Berufsfeuerwehr leisten sie einen 24-Stunden-Dienst, bei dem sich Ausbildung, Einsätze und Freizeit abwechseln“, erklärte Wehrleiter Markus Prehn. Die Jugendwartin Anja Vorbeck ergänzte, dass diese Art der Ausbildung sehr gut von den Jugendlichen angenommen wird.

Es begann am Freitag mit dem Dienstantritt, also dem Einrichten der Räumlichkeiten und der Gruppenaufteilung. Doch dann wurde dieser Punkt jäh unterbrochen, denn ein Einsatz rief die Jugend in die Schule. „Drei vermisste Personen, gilt es zu finden“, lautete das Szenario und da mussten die Räume abgesucht werden. Mit dabei zur Unterstützung war die Jugendfeuerwehr aus Siggelkow. Alles klappte bestens und so traf man sich nach dem Abendbrot zum Spieleabend. Doch auch der wurde durch einen Einsatz unterbrochen. Diesmal ging es in den nahen Ruhner Wald, denn eine Person war verunglückt und das auch noch in einer Hanglage. Nun galt es, mit der richtigen Technik diesen Menschen zu retten. Endlich kam die ersehnte Nachtruhe.

Diese wurde am frühen Morgen, kurz vor sechs Uhr, mit der Meldung unterbrochen, dass in der Backstube des Marnitzer Bäckers ein Brand ausgebrochen sei. Leicht verschlafen, aber doch voller Erwartungen eilte die Jugend zum Bäcker. Vor Ort erfuhren die jungen Feuerwehrleute, dass es sich um einen Fehlalarm handelt. Nun wurde die Bäckerei besichtigt. Zur Belohnung gab es die frischen Brötchen für das Frühstück.

Fahrzeug- und Gerätekunde war am Vormittag angesetzt und wieder musste die Arbeit unterbrochen werden. In Jarchow war ein Verkehrsunfall gemeldet worden. Drei Personen seien verletzt, hieß es diesmal. In der Tat spielten dort Jenny, Marvin und Florian vom DRK-Sanitäts- und Betreuungszug Parchim die Verletzten und Florian war sogar geschminkt: Die Kopfverletzung war nicht zu übersehen.

Bis der Rettungswagen eintraf, musste Jenny, die über Rückenverletzung klagte, betreut werden. Endlich kamen Florian Kurt und Carmen Warnke mit dem Rettungswagen und übernahmen die weitere Behandlung der Verletzten. Eine sehr gute Arbeit, alles klappte sehr gut und vor allem die Teamarbeit, das Zusammenspiel war sehr gut, lobten der Wehrführer und die Jugendwartin.

Am Nachmittag wechselten sich Ausbildung und weitere Einsätze, wie ein Strohballenbrand, ab. Am frühen Abend gab es eine weitere Überraschung zum Ende des ersten 24-Stunden-Dienstes der Jugendlichen. „Die Mädchen und Jungen haben sich sehr gut geschlagen und sie konnten alle die ‚Jugendflamme 1‘ überreicht bekommen, die erste Leistungsspange als Nachweis ihrer feuerwehrspezifischen Kenntnisse“, erzählte Anja Vorbeck.

Auch Fabian (15), seit 2012 in der Jugendfeuerwehr, hatte es Spaß gemacht. „Es war eine gute Erfahrung und war sehr interessant. Das Agieren im Team war prima“, sagte er und will vielleicht später mal in die Einsatzabteilung der Feuerwehr eintreten. „Jetzt aber will ich das Abi machen und studieren – ich möchte Bauingenieur werden“, erzählte er.

Großer Dank gehe an die Sponsoren, an die Eltern und alle Helfer, ohne die so ein langer Tag nicht organisiert werden kann, „ganz besonders an unseren Förderverein“, so der Wehrführer.

(Lesen Sie auch in der Printausgabe und im E-Paper)


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