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Kinder lieben das Kult-Erdmännchen : Ein dufter Kumpel für kleine Leser

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Julia Ginsbach aus Grebbin illustrierte siebten Band der Tafiti-Reihe: Tafiti und der Honigfrechdachs

Tafiti heißt er und ist urkomisch, sympathisch, freundlich, hilfsbereit, mutig, neugierig, fantasievoll – ein dufter Kumpel, familienbewusst, verlässlich und einfach süß. Schon von weitem ist er an seinem bunten Halstuch erkennbar. Sein Freundeskreis ist immens. Dazu zählen der Löwe King Kofi, der Greifvogel Mister Gogo, Stachel- und Pinselohrschweine.

Tafiti ist nicht irgendwer, sondern vielmehr ein possierliches, afrikanisches Erdmännchen. In Szene gesetzt von Julia Ginsbach, die als Illustratorin bislang für mehr als 150 Kinderbücher ihre farbenfrohe Zeichnungen beisteuerte.

Für das Erdmännchen – das Lieblingstier ihrer Tochter Klara – verbündete sie sich mit der Berliner Autorin Julia Boehme. „Tafiti und die Reise bis ans Ende der Welt“ lautete der Titel der ersten Geschichte, die 2013 als Buch im Loewe-Verlag (Bindlach bei Bayreuth) erschien. „Die Erstauflage von 15 000 Exemplaren war innerhalb von drei Monaten ausverkauft.“ Es folgten Übersetzungen für China, Holland, Dänemark, Italien, Spanien oder Russland.

„Es sind Geschichten mit starken emotionalen Werten“, beschreibt Julia Ginsbach die Buchreihe. Meist gehe es darum, den Lebensalltag zu meistern, dessen Konflikten zu lösen und Abenteuer zu bestehen – mit vereinten Kräften, ohne pädagogischen Zeigefinger. Die Buchreihe, so die Illustratorin, eigne sich bestens, um drei- bis vierjährigen Kindern daraus vorzulesen. „Achtjährige können sie dann selbst lesen.“ Oder sich als Hörbuch einverleiben, dessen Texte von Christoph Maria Herbst gesprochen werden.

Inzwischen ist bereits der siebte Band dieser Buchreihe erschienen: „Tafiti und der Honigfrechdachs“. Und die Zeichnungen für den achten Band (Januar 2017) sind bereits fertig. Vor ihrem geistigen Auge sieht Julia Ginsbach jede Geschichte wie einen Film. An interessanten Stellen wird er gestoppt, aus den Standbildern entstehen dann ihre Zeichnungen. „Ich habe mir Tafitis Welt innerlich zueigen gemacht.“

Als jüngste Errungenschaft produzierte Dieter Faber ein Liederalbum. Die CD beschreibt mit zwölf Titeln den Tagesablauf des Erdmännchens und lädt zum Glücklichsein, Träumen oder Lachen, zum Mitsingen und Tanzen ein.

Die Lieder speisen sich aus den Erfahrungen, die Julia Ginsbach mit Kindern bei den interaktiven Lesungen der Tafiti-Geschichten machte. Dem Album liegt ein bunt illustriertes Textheft bei.

Inzwischen hat sich das Tafiti-Fieber weiter ausgebreitet. Der Apotheker-Verlag hat für langwierig erkrankte Kinder ein Mutmach-Tagebuch aufgelegt. Erprobt wird außerdem eine App für Smartphones, auf denen die Tafiti-Welt mit simplen Animationen lebendig wird.

„Bei derart vielen Beteiligten kommt es auf gute Kommunikation an“, lobt Julia Ginsbach ihre Kollegen. In deren Kreisen kursiert bereits der Wunsch, Tafiti außerdem zur Hauptfigur eines Zeichentrickfilms zu machen.

 




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