Vorzeigeprojekt : „Eichkaters Kobel“ feierlich eröffnet

Bernd Rolly sägt den Weg frei.
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Bernd Rolly sägt den Weg frei.

Moderne Waldschule in alter Forstscheune: Rund 400 000 Euro investiert. Im Jahr können hier rund 500 Schüler naturnah lernen.

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25. April 2015, 09:00 Uhr

Die Mädchen und Jungen der Goethegrundschule konnten es kaum noch erwarten. Verkleidet als Häschen und Fuchs waren sie wie zahlreiche Gäste gestern Vormittag  auf den Forsthof nach Kiekindemark gekommen, um die Eröffnung der ersten Parchimer Waldschule zünftig zu feiern. Nach knapp drei Jahren – von der ersten Idee bis zur Fertigstellung – konnte Bürgermeister Bernd Rolly das rund 400 000-Euro-Projekt zur Nutzung übergeben. Aus einem bislang ungenutzten Dachboden einer mehr als 200 Jahre alten Forstscheune ist ein waldpädagogisches Zentrum entstanden, das mit seinem Konzept un d der Ausstattung Maßstäbe setzt. Gleichzeitig konnte durch die aufwändige Sanierung der Bestand des Fachwerkhauses langfristig gesichert werden. „Es ist ein Gemeinschaftswerk. Viele Mitwirkende, darunter Forstleute, Unternehmen der Region, Lehrer und Sponsoren haben am  sehenswerten Ergebnis  ihren Anteil“, ist Bernd Rolly wichtig.

Dem Hausherren der neuen Bildungseinrichtung, Stadtforstchef Danilo Klaus, war die Freude ins Gesicht geschrieben.    Er hat sich seit Jahren auf die Fahne geschrieben, junge Leute für die Arbeit in der Forst zu begeistern und ihnen einen exklusiven Einblick in die Natur rund um die Kreisstadt zu bieten. Zusammen mit Lehrern verschiedener Schulen der Stadt und der konzeptionellen Arbeit  des Designers Klaus-Dieter Steinberg gibt es künftig wetterunabhängig optimale Möglichkeiten für den Fachunterricht. Im Jahr könnten davon schätzungsweise rund 500 Jungen und Mädchen verschiedener Altersstufen profitieren.

Wie sehr dieses Thema die Parchimer interessiert wurde auch bei der Namenssuche deutlich. Die Wahl fiel auf „Eichkaters Kobel / Waldschule Kiekindemark“. Für die beiden Namenspaten Bärbel Lüdke und Walter Kintzel gab es ein Präsent.

Nach der offiziellen Eröffnung hatten am Nachmittag Naturinteressierte die Gelegenheit, die Waldschule zu beichtigen. Ein zweiter Tag der offenen Tür folgt am 9. Mai. Gepflanzt wurden gestern – am Tag des Baumes – mit tatkräftiger Hilfe der Kinder im Forstschaugarten drei Exemplare des Feldahorn.

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