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Fürs Dorf engagiert : Ehrenamt mit Leidenschaft ausgefüllt

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Fünf Jahre lang managten Irmtraud Pingel, Hilde Möller und Gisela Kröger die Seniorenarbeit in Raduhn - Rusch / Doch nun wollen sie kürzer treten

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erstellt am 29.Dez.2013 | 19:33 Uhr

Fünf Jahre lang haben, Irmtraud Pingel, Hilde Möller und Gisela Kröger mit Herzblut den Seniorenklub Raduhn60Plus gemanagt und damit Geselligkeit, Unterhaltung und Gedankenaustausch in zwei Lewitzdörfern gefördert. Sie vergaßen nie ein Geburtstagskind. Sie „stifteten“ im Bunde mit den anderen hier beheimateten Vereinen die Raduhn-Ruscher dazu an, Namensvorschläge für den Dorfplatz zu machen, woraufhin dieser im Herbst 2012 auf Rosen-Platz getauft wurde. Und sie zauberten (außer in der obligatorischen Sommerpause) für jeden Monat mindestens ein Treffen aus dem Hut: Seniorennachmittage, Ausflüge bis nach Hamburg und Berlin, zahlreiche interessante Vorträge. Fünf mal gastierte die Pingelhof-Späldeel auf Einladung des Seniorenklubs in Raduhn. Benjamin Nolze, das Mecklenburgische Drehorgelorchester oder das VaTo-Duo aus Marnitz traten hier schon auf. Egal ob Sommerfest, Frauentagsfeier oder Jubiläum: Fest zählen kann der Seniorenklub stets auf den Liederkreis Raduhn-Rusch sowie auf Familie Hilpert, Wolfgang Weller und Klaus Sawatzki vom Ensemble „Klein-Laut“. Unschlagbar sind die vielen fleißigen Kuchenbäckerinnen, für die Vielfalt und ausgefallene Kreationen auf dem Büfett stets eine Frage der Ehre sind.

Und welcher Klub kann schon von sich behaupten, eine hauseigene Band in seinen Reihen zu haben, die zudem auch noch ohne Gage aufspielt? Die Rede ist vom Raduhner Trio unter Leitung von Hans-Herbert Kröger sowie den Mitstreitern Heinz Timmermann, Richard Lipa und Bernhard Taeschner. Als Erkennungsmelodie darf die Hymne aufs Dorf aus der Feder von Astrid Hilpert und arrangiert von Wolfgang Weller natürlich zu keinem Anlass fehlen. Aus dem Seniorenklub hervorgegangen ist außerdem ein rühriger Handarbeitskreis mit Irmtraud Pingel als Ansprechpartnerin. Alle zwei Wochen treffen sich die Damen bei einer Tasse Kaffee, um zu plauschen und dabei fleißig die Nadeln klappern zu lassen. Speziell für die Weihnachtsfeier hatten sie wieder einige nette Kleinigkeiten vorbereitet.

Mit der traditionellen Weihnachtsfeier fand in diesem Monat nun letztmalig eine Veranstaltung unter Regie von Irmtraud Pingel, Gisela Kröger und Hilde Möller statt. Die drei Frauen ziehen sich zum Jahresende aus der Verantwortung im Seniorenklub 60 Plus zurück. Das gemütliche Beisammensein in großer Runde war sozusagen ihr Abschied und die Gelegenheit, sich bei den Raduhner und Ruscher Senioren ausdrücklich für die Treue und die Mitwirkung zu bedanken. Umgekehrt tat das Bürgermeister Wolfgang Hilpert. Er überraschte Irmtraud Pingel, Gisela Kröger und Hilde Möller sowie deren Verbündete Marina Borchert mit einem Dankeschön-Präsent der Gemeinde Lewitzrand.

Denn alles habe seine Zeit, findet Hilde Möller. Sie musste in den zurückliegenden beiden Jahren einige gesundheitliche Schicksalsschläge bewältigen. Deshalb zögerten sie und ihr Mann im Sommer 2013 keine Sekunde, als sich die einmalige Chance bot, in eine sehr schön gelegene, für Senioren neu erbaute Wohnanlage nach Schwerin-Zippendorf zu ziehen. Die Landeshauptstadt war Hilde und Gerd Möller früher schon 20 Jahre Heimat, hier gründeten sie ihre Familie, die beiden Kinder sind in Schwerin geboren worden. „Wir haben uns inzwischen sehr gut eingelebt. Ich bin noch nie so viel Fahrrad gefahren, habe schnell Anschluss an eine Herzsportgruppe gefunden und eine unserer ersten Anschaffungen war eine Seniorenkarte für den Zoo“, berichtet Hilde Möller.

Besonders freue sie sich darüber, dass das Häuschen in Rusch, in dem sie und ihr Mann Gerd ein Vierteljahrhundert zuhause waren, von einer jungen Familie erworben wurde. „Natürlich bleiben wir künftig im Kontakt mit Raduhn und Rusch. Es wird uns definitiv immer wieder zu Besuch dort hinziehen“, sind sich Hilde und Gerd Möller sicher. So werden sie bestimmt auch in die ein oder andere Veranstaltung des Seniorenklubs hereinschneien. Denn genauso wie Irmtraud Pingel und Gisela Kröger hofft Hilde Möller für die vielen treuen Mitglieder im betagten Alter, dass es gelingen möge, Nachfolger zu finden, die an dem Ehrenamt im Klubvorstand genauso viel Spaß und Freude haben, wie es bei ihnen seit 2008 der Fall gewesen ist. Die Unterstützung von Bürgermeister Wolfgang Hilpert und Marina Borchert, die den bisherigen Managerinnen stets rührig zur Seite standen, dürfte auch den „Neuen“ sicher sein.

Der Bürgermeister nutzte die Weihnachtsfeier, um alle Senioren zum 22. Januar 2014 einzuladen: Im Skatraum der Gemeinde wolle man sich gemeinsam darüber austauschen, wie es weitergehen soll. „Es wird weitergehen“, ist Wolfgang Hilpert zuversichtlich.



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