Alle Generationen dabei : Echtes Familienfest unter Eichen

Traditionelle Geschicklichkeitsspiele wie hier das Bogenschießen reizten sogar Senioren zum Mitmachen. Fotos: Bernd Möschl
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Traditionelle Geschicklichkeitsspiele wie hier das Bogenschießen reizten sogar Senioren zum Mitmachen. Fotos: Bernd Möschl

Gemeinde Domsühl bot beim traditionellen Eichenfest Frohsinn für alle Generationen

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20. Juni 2016, 05:00 Uhr

Auf dem historischen Dorfanger, wo jahrhundertealte Eichen grünen, ist Mitte Juni stets der Mittelpunkt des Eichenfestes, das die Gemeinde Domsühl für ihre Einwohner und Gäste ausrichtet. „Das hat schon Tradition mindestens über die jetzt 18 Jahre, seit ich hier lebe. Aber bestimmt noch länger“, meint Bürgermeister Hans-Werner Beck und merkt mit unverhohlenem Stolz an, dass dieses Festwochenende eine Sache der gesamten Gemeinde sei: ihrer Einwohner, Interessengruppen, Volksvertreter und nicht zuletzt auch der Unternehmen aus den Ortsteilen und der Nachbarschaft.

Und zwar eine echte „Herzenssache“ ergänzt Gemeindearbeiter Hans-Heinrich „Heini“ Schreiber frohgelaunt, nachdem er gerade noch das Festzelt inspizierte, welches vorsorglich aufgestellt wurde. An den Tischen der Glücksrad-Tombola der Freiwilligen Feuerwehr Severin erinnert man sich noch gut an diese von allen dankbar angenommene Chance zur „Regenflucht“ vor einem Jahr.

Diesmal aber hielten die drohenden Wolken einigermaßen dicht, so dass die Feierlaune nichts trübte. Schon am Freitagabend hatte man mit zehn Freizeitmannschaften von hier und einem Gästeteam aus Schwerin das beliebte Volleyball-Turnier und anschließend die Feuershow der grandiosen „Black Fire Artists“ genossen. Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der Tischtennis-Freunde, die in der Schulturnhalle ein spannendes Turnier mit 29 Aktiven und Freizeitsportlern erlebten.

Kinderspaß mit beliebten Attraktionen von der Hüpfburg bis zum Doppel-Bungee-Trampolin bestimmte den Samstagnachmittag unter den Eichen, was aber auch die ältere Generation nicht vom fröhlichen Mitmischen abhielt. So zeigte z. B. die rüstige Martina Talkowsky aus Rom ihren in Domsühl und Umgebung ansässigen Sprösslingen entschlossen, wie das mit dem Bogenschießen funktioniert.

Die ganze Familie – und nicht nur diese - war hellauf begeistert von den „gefühlt uralten“ Spielen wie Stelzenlaufen, Axtwerfen oder Zielwurf mit einem Vogelpendel, welche Mario Gurtler und seine Mitstreiter aus Raduhn mitgebracht hatten. Der ideenreiche Inhaber des Lewitzcamps an der Garwitzer Schleuse verriet, dass er die dafür geeigneten Sachen nach Kindheitserinnerungen „ausgegraben“ und eigenhändig nachgebaut habe. Obwohl auch Modernes seinen Reiz hat, wie Polizeihauptmeister Ralf Oberländer angesichts des Interesses an polizeilicher Sonderausstattung mit Schutzwesten, Helm, Arm- und Beinschienen sowie „Gummiknüppel“ aber auch der an der Dorfstraße vielfach ausprobierten Geschwindigkeitsmessung mit Laser-Visier feststellte. Schließlich konnten sich auch die beliebten Schausteller und Versorger aus der Nachbarschaft einschließlich der mit Freiluft-Kaffeetafel einladenden Dorf-Bäckerei Neckel über mangelndes Interesse ebensowenig beklagen wie die Mädchen und Jungen der Klasse 11a des Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasiums, welche mit fruchtigen Köstlichkeiten ihre Abi-Kasse aufzubessern versuchten. Und dann war da noch die Jjugendfeuerwehr mit Unterstützung erwachsener Kameraden aus Zieslübbe, die am Domsühler Gerätehaus nicht nur Besichtigungen und Rundfahrten mit Einsatzfahrzeugen anboten, sondern auch die Gelegenheit, mit einem D-Strahlrohr eigenhändig einen „Löschangriff nass“ auszuprobieren. Der 13jährige Jeronimo Hopf und Jugendwart Michael Hoffmann demonstrierten gerne, wie das richtig geht. Dieser abwechslungsreiche Familiennachmittag war ein schöner Erfolg gemeinschaftlichen Engagements für alle Generationen.  

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