Eigeninitiative : Dütschower bauen ihren Spielplatz

Die Dütschower Kinder nahmen am Sonnabend ihren Spielplatz in Besitz.
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Die Dütschower Kinder nahmen am Sonnabend ihren Spielplatz in Besitz.

Mitten im Dorf entstand allein durch Spenden und Eigeninitiative ein Platz für die Kinder / Kein Geld von der Gemeinde eingesetzt

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23. November 2014, 13:22 Uhr

Dütschow  Die Kinder in Dütschow strahlen, als sie am Sonnabend einen Spielplatz mitten im Dorf in Besitz nehmen. Mädchen und Jungen halten ein Dankeschön-Plakat. Das Bild wollen sie zur Simon-Petrus-Gemeinde nach Hamburg schicken. Von dort kommen die Spielgeräte, die der Gemeinde Spornitz keinen Euro gekostet haben. Der gesamte Spielplatz ist in Eigeninitiative entstanden.

Der Zufall kam   zur Hilfe, erzählt  Familienvater Frank Holm. Ein guter Bekannter ist Küster in der Simon-Petrus-Kirchgemeinde in Hamburg-Poppenbüttel. Über ihn erfuhr er, dass ein großer Spielplatz an der  Kindertagesstätte dieser Gemeinde weichen muss, weil der Platz für einen Krippen-Neubau nötig ist. Nur einen Teil der Spielgeräte können die Hamburger wieder aufstellen. Die anderen  konnten sich die Dütschower abholen.

Das organisierten Einwohner aus dem Ort   ebenso wie das Herrichten des Geländes im Dorfzentrum neben der Feuerwehr. Sie sammelten im Dorf Spenden, um z. B. den Zement für das Aufstellen der Konstruktion zu kaufen. Allein beim Erntefest kamen 170 Euro zusammen. Mit den Spenden der Dütschower und in Arbeitseinsätzen an sechs bis sieben Wochenenden wurden die Geräte montiert. Es wurde viel Zeit investiert, berichtet Frank Holm. Der TÜV gab grünes Licht: Die Kinder können jetzt hier toben. 

Mit viel Muskelkraft aber auch mit  guten Sprüchen waren die Dütschower dabei,  freut sich der stellvertretende Bürgermeister Heino Schulz, auch in Dütschower. „Dafür allen Helfern ein Dankeschön.“ Er durchschneidet am Sonnabend zusammen mit Frank Holm ein symbolisches Band, bevor die Kinder den Platz erobern.

Frauen aus dem Dorf haben Kuchen für die Einweihung  gebacken. Es gibt noch mehr zu feiern. Die Feuerwehrleute  haben den Schlauchturm repariert und auf ihrem Gelände gepflastert. Frank Holm erzählt von dem nächsten Projekt: Das Tor zum Spielplatz soll von der Hauptstraße weg verlegt werden. Das gebrauchte Material  kommt von der Kita in Spornitz. Dort wird der Zaun erneuert.

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