Parchim : Druckpresse begeistert Künstler

Heike Büttner (l) und Heidi Jahnke gehörten zu den Teilnehmern beim Kurs mit dem Grafiker Ronald Sandner.
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Heike Büttner (l) und Heidi Jahnke gehörten zu den Teilnehmern beim Kurs mit dem Grafiker Ronald Sandner. Fotos: Michael Beitien

Neuanschaffung der Kulturwerkstatt „KuKuK“ in Parchim erstmals bei Workshop im Einsatz / Im Herbst soll es VHS-Kurse geben

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24. März 2016, 05:00 Uhr

Leuchtende Augen beim Grafiker Ronald Sandner in der offenen Werkstatt KuKuK (Kunst Kultur Kommunikation) am Alten Markt 3 in Parchim vor einer historischen Druckpresse. „Das ist Goldstaub“, sagt der Mecklenburger Künstler. Mit dieser Presse haben einst der bekannte Zeichner und Grafiker Horst Janssen (1924-1995) und der Hamburger Peter Fetthauer gearbeitet. Jetzt steht das gute Stück in Parchim und kam bei Sandners Workshop zum Einsatz.

Die Betreiber der offenen Werkstatt haben die historische Presse durch einen Tipp des Parchimer Galeristen Eckhard Bergmann in Hamburg erstanden, ist von Heike Büttner zu erfahren, die zusammen mit Andrea Wieners den Hut auf hat bei KuKuK. Heike Büttner hatte den Grafiker Bernd Sandner bei der Aktion Kunst offen in dessen Göhrener Werkstatt kennen gelernt. Dort führt er ebenfalls Workshops durch, früher gab er auch an der Volkshochschule Schwerin Kurse. Jetzt war er, der übrigens auch einmal in Parchim gelebt hat, erstmals in der Kreisstadt als Kursleiter aktiv, um Einsteiger mit Radierungen vertraut zu machen. Erst entstand eine Kaltnadelradierung, dann wurde nach der Vorlage eine Druckplatte gefertigt, um sich schließlich mit den Finessen des Tiefdrucks auf der historischen Presse vertraut zu machen.

Es war der erste Workshop in der erst vor wenigen Monaten ins Leben gerufenen offenen Werkstatt in einer früheren Musikkneipe. Und garantiert nicht der letzte Kurs, bei dem die Druckpresse zum Einsatz kommt. In dieser Woche gab es Gespräche mit einer Vertreterin der Volkshochschule über mögliche Kunst-Kurse in der Werkstatt KuKuK im Herbstsemester.

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