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Parchimer Zeitung

17. Oktober 2017 | 06:12 Uhr

Glatte Eins : Drei junge Frauen mit Bestnoten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bewegender Abschied am Friedrich-Franz-Gymnasium nach 12 Jahren Schule

Mit einer beeindruckenden Zeugnisfeier verabschiedete sich der diesjährige Abiturjahrgang des Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasiums. Mit einem Durchschnitt von 2,41 haben die 40 Mädchen und 27 Jungen gute Ergebnisse erzielt, sodass die drei Tutorinnen Ute Gröger, Regina Cords und Kristin Pösel mit Recht stolz auf ihre Schützlinge sein konnten.

Drei starke Frauen markierten die Bestnoten des Jahrgangs. Anne-Marie Toparkus kann sich als Jahrgangsbeste über das Traumergebnis von 1,0 freuen. Mit 1,1 und 1,2 folgen Maren Lembke und Michelle Menzel. Dass alle drei wirklich das „Reife-Zeugnis“ verdient haben, zeigen nicht nur die Noten, sondern das Reflexionsvermögen und die gesunde Lebenseinstellung.

Die 18-jährige Anne-Marie aus Rom wird in Rostock Technomathematik studieren, weil es sie fasziniert, in komplexen Strukturen zu denken und Probleme zu lösen. Rostock ist dabei die erste Wahl, um nicht allzu weit von zu Hause weg zu sein, da sie weiterhin ihrem Hobby, dem Gesang im Chor „New Melody Voices“, nachgehen möchte. Maren Lembke aus Siggelkow wird es definitiv in den medizinischen Bereich verschlagen. Zunächst plant die Neunzehnjährige eine Ausbildung und dann das Studium. Sehr zur Freude vieler Mecklenburger kann sich Maren sehr gut vorstellen, einmal Landärztin zu sein. In den Bereich der Personalwirtschaft zieht es Michelle Menzel, die an der Ostfalia studieren wird.

Alle drei sind der Meinung, dass sie am FFG gute Bedingungen vorgefunden haben, um die Ergebnisse zu erzielen. Maren bringt es auf den Punkt mit der Aussage, dass das immer wieder geforderte kontinuierliche Lernen dahin geführt hat, dass die Prüfungsvorbereitung hauptsächlich im Wiederholen bestand. Dankbar sind die Mädchen nicht nur ihren Lehrern, sondern vor allem den Freunden und der Familie, die in allem immer hinter den Abiturientinnen standen. Sich um nichts kümmern zu müssen, erscheint dabei als Privileg. Darin liegt, wie Michelle betont, jetzt aber auch der Reiz des Neuen. Alles selber organisieren: Wohnung, Versicherung... Darauf freuen sich die Mädchen.

Der stellvertretende Schulleiter Matthias Schwank gab in seiner Festrede den jungen Leute die „Goldene Regel“ mit auf den Weg, die ihm selber stets Richtschnur war: Andere stets so zu behandeln, wie man selber behandelt werden möchte, klingt so einfach und ist für viele doch so schwer. In Zeiten, wo die Anzahl der Facebook-Likes mehr bedeute als das persönliche Gespräch, sei es umso wichtiger, sich selbst und seine Ziele zu reflektieren. Mit einem weinenden Auge verabschiedet sich das Gymnasium von sehr engagierten jungen Leuten des Jahrgangs, wie Konstantin Rosan und Franz Dobenecker, die durch ihr Engagement im technischen Bereich des FFG nur schwer ersetzbar sein werden.

Anni Toparkus, Albert Tittel, Eduard Kraus, Philipp Zischke und Marcel Ladisch wurden in die Physikalische Gesellschaft aufgenommen. Gleiches erreichte Maren Lembke im mathematischen Bereich. Gewürdigt wurden auch die tollen Chorsänger, Sportler, Sprachkundler und Klassensprecher des Jahrgangs.

Gänsehautfeeling herrschte vom ersten Moment an während des Programms, einmal mehr getragen durch den Chor unter Leitung von Grit Stark. Und auch hier schlossen sich Kreise. Tobias Müller, ehemaliger Schüler des FFG und nun Praktikant, schrieb den Chorsatz für „Auf uns“, der zu einem „Auf euch!“ wurde. Luka Sander, ehemalige Schülerin, Chorleiterin von „New Melody Voices“ und immer eine wichtige Stütze für Grit Stark verabschiedete sich mit dem Solo-Gesang „Ich gehör nur mir“ und wird sich künftig noch stärker auf ihr Studium konzentrieren. Und auch Phillip Dingler, Abiturient des Vorjahres und FSJ-ler am FFG, verabschiedete sich mit dem Solo-Part in „I see fire“.

Dazu kamen Rezitationen und Instrumentalstücke, die erneut vom hohen Niveau der jungen Künstler des Gymnasiums zeugten. Allen Beteiligten, und dazu gehört auch die Ausgestaltung der Halle, das Programm, das Jahrbuch, die Technik etc., gebührt dabei ein großes Dankeschön.

Und so oblag es dann Ludwig Berg und Maren Lembke, sich mit warmen und humorvollen Worten des Dankes noch einmal an Eltern, Großeltern, Freunde, Mitschüler und Lehrer zu wenden. Der gesamte Jahrgang feierte dann am Abend in der Stadthalle unter dem Motto „Abinson Crusoe – 12 Jahre warten auf Freitag!“ weiter. Dieser Freitag hat sich auf jeden Fall gelohnt. 






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