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Drei Fragen an die Bewerber um das Bürgermeisteramt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

SVZ fragte die Kandidaten, warum sie sich der Wahl stellen, wofür sie in der Gemeinde eintreten und was sie als erstes tun würden, wenn sie gewinnen

von
erstellt am 24.Okt.2017 | 08:36 Uhr

SVZ stellte den beiden Bürgermeisterkandidaten in der Gemeinde Obere Warnow drei Fragen. Hier sind die Antworten von Mathias Ratheike und Norbert Wille:

Warum bewerben Sie sich als Bürgermeister?

Mathias Ratheike: Uns fehlt das Gemeinschaftsgefühl in der Gemeinde, deshalb brauchen wir einen Bürgermeister, der sich unabhängig seiner Herkunft für die individuellen Probleme jedes einzelnen Dorfes stark macht und dort handelt, wo es notwendig ist. Jeder Teil der Gemeinde muss gleich behandelt und fair vertreten werden. Um hierfür einen Anfang zu machen, bewerbe ich mich um das Amt des Bürgermeisters.

Norbert Wille: Ich bewerbe mich als Bürgermeister, da mir das Wohl meiner Heimatgemeinde nicht egal ist und ich unzufrieden mit der jetzigen Situation bin. Nehmen Sie den Instandsetzungsstau der gemeindeeigenen Gebäude, Wege und Straßen oder die Pflege und Reinigung der gemeindeeigenen Grundstücke und Flächen oder die Vernachlässigung der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde. Wo gibt es beispielsweise einen kindgerechten und vom TÜV abgenommenen Spielplatz, was ist mit dem Jugendclub? Marode, da nicht ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Es ist zu einfach zu sagen, die Jugendlichen haben eh andere Interessen. Wenn alle Jugendlichen einmal die Gemeinde verlassen haben, ist es zu spät. Gegenwärtig werden aus meiner Sicht die einfachsten und normalen Aufgaben nicht erfüllt.

Wofür möchten Sie in der Gemeinde eintreten?
Mathias Ratheike: Im Rahmen der ersten Begegnungen als Bürgermeisterkandidat mit einzelnen Bürgern hatte ich den ersten Kontakt zu den persönlichen Ärgernissen meiner Mitmenschen. Dies soll auch nach dem Antritt so beibehalten werden. Im Rahmen von Bürgersprechstunden soll jeder mit seinen Fragen und Belangen ein offenes Ohr finden.

Norbert Wille: Es geht mir um einen richtigen und sinnvollen Einsatz der vorhandenen Mittel. Dabei ist mir bewusst, dass diese nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.
Aber dass jeder Bewohner unserer Gemeinde stolz auf seinen Wohn- und Heimatort ist und auch Besucher gern wiederkommen, dass ein gepflegter Eindruck der Gemeinde entsteht. Dabei möchte ich positive Initiativen und Ideen aufgreifen und bündeln und für die Gesamtgemeinde zugänglich machen. Ich denke beispielsweise an die NDR-Show in Grebbin. Da gab es Ideen und alle haben mitgemacht und waren stolz.

Was würden Sie als erstes tun, wenn Sie Bürgermeister werden?
Mathias Ratheike: Für einige Fälle in der Gemeinde gibt es schon Lösungsansätze, für andere müssen diese erst noch erarbeitet werden. Ich werde mich von Beginn an, mit Hilfe der Gemeindevertretung, mit diesen Aufgaben auseinandersetzen.

Norbert Wille: Zuerst würde ich eine Bestandsaufnahme machen und den Ist-Zustand analysieren. Und das in Zusammenarbeit mit den Ausschüssen der Gemeinde, wie zum Beispiel dem Bauausschuss, dem Finanzausschuss und dem Kulturausschuss. Dann gibt es Gemeinden, in denen offenbar vieles besser klappt als bei uns. Erfahrungsaustausch finde ich gut und angebracht. Erfahrungsaustausch mit Nachbargemeinden aus einem Grund: Was machen diese Gemeinden anders? Was können wir übernehmen bzw. was ist gut an deren Arbeit?


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