Diskothek spielt Zukunftsmusik

Berufsmesse der etwas anderen Art: Unternehmen präsentieren sich auf der Tanzfläche.Nadja Hoffmann
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Berufsmesse der etwas anderen Art: Unternehmen präsentieren sich auf der Tanzfläche.Nadja Hoffmann

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07. September 2012, 12:28 Uhr

Parchim | Was möchte ich später werden? Wohin wird es mich verschlagen? Mit diesen Fragen werden viele Jugendliche konfrontiert, wenn sie kurz vor ihrem Schulabschluss stehen. Auf der dritten Berufs- und Studienorientierungsmesse "future on the dancefloor" konnten sich die Mädchen und Jungen über ihre Zukunftschancen in der Region informieren und darüber, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen können.

Insgesamt 65 Aussteller - darunter Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen - präsentierten sich im Parchimer Flame-Club. "Die Diskothek macht die Messe interessanter, es ist irgendwie eine andere Atmosphäre in den Räumlichkeiten", erzählt Thomas Bohn, Projektmanager Fachkräftesicherung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg mhH. "Schon im vergangenen Jahr war die Resonanz der Jugendlichen und der Aussteller sehr gut."

Für die dritte Auflage meldeten sich bereits im Vorab 18 Schulen an. Über 1100 Schüler der Klassenstufen neun bis zwölf besuchten die Orientierungsmesse und konnten sich vor Ort selbst ausprobieren. "Wir haben halbfertige Handytaschen, die die Jugendlichen unter Anleitung fertig nähen können. Und wir zeigen, welches Mittel welchen Fleck von einem Stofftuch lösen wird", so Geschäftsführer Knut Wetzig von der DBL Textilservice Mecklenburg GmbH.

Die 15-jährige Lisa Kowalka aus Crivitz interessierte sich mehr für den Beruf des Zimmermanns. "Ich fand die Arbeit in unserer Schule im Werken schon immer gut. Nach der zehnten Klasse möchte ich dann gern eine Lehre anfangen", erzählt die Neuntklässlerin. Dass der Beruf noch eine Männerdomäne ist, störe sie nicht.

Für die Orientierung wurde in diesem Jahr die Messe in verschiedene Themen, wie dem Handwerk, der Landwirtschaft, der Gesundheit und der Medizin unterteilt. Mit neuen Ideen und attraktiven Angeboten versuchen die Unternehmen bereits rechtzeitig, das Interesse an den einzelnen Berufsfeldern bei den Jungen und Mädchen zu wecken. "Es ist besonders wichtig, früh mit der Berufsorientierung anzufangen. Ich finde es sollte sogar in das Schulgesetz integriert werden", meint die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd Birgit Ludwig.

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