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Parchimer Geschichte : Die Wiedergeburt eines Kleinods

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Der Färbergraben wird komplett freigelegt: Anspruchsvolles Bauvorhaben

Wenn Brigitte Behrendt in diesen Tagen auf „ihre“ Baustelle vis-a-vis dem Stadthaus geht, kommt sie schnell ins Schwärmen. „Es wird ein Schmuckstück werden. Das ganze Areal mit seinen stattlichen Bäumen und dem künftig hier wieder sichtbaren Wasser dürfte Parchimern und Gästen gleichermaßen gefallen“, ist sich die Tiefbauexpertin der Stadt sicher. Unter dem Arbeitstitel „Öffnung des Färbergrabens“ wird eine Vision wahr, die Stadtplaner Norbert Kreft mit seinen Mitarbeitern seit Mitte der 1990er Jahre mit Nachdruck verfolgt hat. „Parchim kostet als Stadt am Wasser ihre Reize aus. Da gehört ein erlebbarer Färbergraben unbedingt dazu“, hat auch Bürgermeister Dirk Flörke in einem SVZ-Interview klar gestellt.

Vor wenigen Wochen sind die Mitarbeiter der renommierten Baufirma Matthäi, die sich mit ihren regionalen Firmen seit 80 Jahren bei schwierigen Tiefbauprojekten einen Namen macht, mit den Baggern angerückt. „Alles läuft nach Plan. Und es sind schwierige Probleme im Bereich der hinteren Andienung der Blutstraße zu lösen“, gibt die Expertin zu bedenken. Dazu gehört die enge Bebauung mit Wohn- und Geschäftsgebäuden im Anschluss an die Lange Straße, der relativ hohe Grundwasserstand und der selbst im Sommer schwer zu kalkulierende Wetterverlauf. „Vor wenigen Tagen sind wie bei Starkregen fast abgesoffen. Da mussten kurzfristig zusätzlich Pumpen ran“, ist vor Ort zu hören.

Inzwischen ist für jedermann sichtbar, wie es hier künftig aussehen wird. Bagger haben das Bett für den Färbergraben freigelegt. Auf gut einem Viertel der Gesamtlänge sind Betonelemente gesetzt und Mitarbeiter mit dem Ausmauern mittels Natursteinen beschäftigt. Die kommen aus dem Neubrandenburger Raum und dienten früher als Straßenpflaster. Rund fünf Quadratmeter schafft ein Mitarbeiter pro Tag. Begleitet wird das Bauprojekt von Rolf Schulze, Archäologe des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege. „Wertvolle Funde gab es bislang nicht. Hier wurde schon öfter gebuddelt“, so der Experte.

 

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erstellt am 05.Jul.2016 | 16:33 Uhr

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