Anspruchsvolle Weihnachtsmusik : Die Stimme der Engel im Advent

Der renommierte Händelchor tritt in der Adventszeit mit vier Konzerten in der Kreisstadt auf.  Fotos: Wolfried Pätzold
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Der renommierte Händelchor tritt in der Adventszeit mit vier Konzerten in der Kreisstadt auf. Fotos: Wolfried Pätzold

Händelchor und collegium musicum erneut gemeinsam zu hören / Vier Konzerte am 2. und 3. Advent

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30. November 2015, 16:42 Uhr

Was wäre die Adventszeit ohne weihnachtliche Musik? Für den traditionsreichen Parchimer Händelchor nimmt die Vorweihnachtszeit im Jahresprogramm einen ganz besonderen Stellenwert ein. „Seit Wochen bereiten wir uns darauf vor“, sagt Helga Hoffmann als Ensembleleiterin. Gemeinsam wurden anspruchsvolle Weihnachtslieder ausgesucht und intensiv geprobt.

Am bevorstehenden Wochenende, dem zweiten Advent, dürfen sich zunächst die Bewohner von „Uns Pütter Hus“, einem Seniorenwohnprojekt der Volkssolidarität, auf ein hochkarätiges Konzert freuen. Um 15.30 Uhr beginnt die rund einstündige Veranstaltung, für die die Zuhörer keinen Eintritt bezahlen brauchen. Mit dem Lied „Tausend Sterne sind ein Dom“ wollen die Chormitglieder unter Leitung von Wolfgang Friedrich auf die Weihnachtszeit einstimmen. Das Lied stammt aus der gleichnamigen Weihnachtskantate für Chor und Instrumente von Siegfried Köhler. Es entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter den Eindrücken des Nachkriegsjahres 1946. Die dreistrophige Komposition mit ihrem ansprechenden Text entwickelte sich zu einem der bekanntesten Weihnachtslieder in Ostdeutschland. Es orientiert sich in der Form eng an christlichen Weihnachtsliedern, verzichtet jedoch weitgehend auf religiöse Bezüge. Der zweite Titel „Tochter Zion, freue dich“ ist dagegen ein Kirchenlied, dass auf Chorsätzen aus Georg Friedrich Händels Oratorien Judas Maccabäus und Joshua zurückgreift. Ein weiteres Lied „Lieb Nachtigall, wach auf“ stammt aus dem Bamberger Gesangbuch von 1670. Spätestens bei den Titeln „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ dürften die Zuhörer an ihre Kindertage erinnert werden. Mit europäischen Weihnachtsliedern u.a. aus Polen, Österreich und Frankreich geht das erste Adventskonzert des Händelchores zu Ende.

Schon wenige Minuten später, um 17 Uhr, folgt das zweite Konzert in der St. Marienkirche. Dies ist zugleich der Abschluss des diesjährigen Adventsmarktes.

Am 3. Advent, 13. Dezember, finden gleich zwei Konzerte (15 und 17.30 Uhr) in der Katholischen Kirche St. Josef in der Buchholzallee statt. Mit dabei ist dann auch das collegium musicum. Paul Gerling ist als Solist mit der Blockflöte zu hören und Julian Apsel spielt die Violine. Zur Aufführung kommen das Weihnachtskonzert von Johann Melchior Molter und das Concerto grosso F-Dur von Händel.

Die Gäste dürfen sich u.a. auf die Titel „Hört der Engel helle Lieder“, „Am Weihnachtsabend in der Still“ und „Als die Welt verloren, Christus ward geboren“ freuen.

Für alle vier Konzerte im Advent wird kein Eintritt genommen. „Es ist unser Weihnachtsgeschenk an die Parchimer“, so Helga Hoffmann.  

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