Parchim : Die Neuen stimmungsvoll begrüßt

Die Musikgruppe „Lewitz-Sound“ aus Ludwigslust begleitete die Eröffnungsveranstaltung.
Die Musikgruppe „Lewitz-Sound“ aus Ludwigslust begleitete die Eröffnungsveranstaltung.

Berufsbildung für 14 junge Leute mit Handicap beginnt in den Lewitz-Werkstätten

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01. September 2017, 20:45 Uhr

Start ins Arbeitsleben für 14 Behinderte bei den Lewitz-Werkstätten in Parchim, Spornitz und Ludwigslust: Am Freitagmorgen wurden die Neuen, die in diesem Jahr im sogenannten Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich der Werkstätten starten, stimmungsvoll durch die Musikgruppe „Lewitz-Sound“ bei einer Veranstaltung in Parchim begrüßt.

Bereichsleiterin Anja Wegner und weitere Kolleginnen und Kollegen aus den drei Standorten Ludwigslust, Parchim und Spornitz schüttelten den Neuen die Hand. Für sie beginnt jetzt erst einmal eine Phase der Orientierung, in der die jungen Leute sich ausprobieren können, um herauszufinden, welche Tätigkeiten ihnen gefallen und wo sie später arbeiten möchten. Es schließt sich die meist zweijährige Phase der beruflichen Bildung an. Danach können die Menschen mit Handicap einen Arbeitsplatz einnehmen in den Lewitz-Werkstätten, in denen mittlerweile 550 Menschen mit Behinderung arbeiten und lernen. Oder sie gehen in die freie Wirtschaft.

Anja Wegner verwies am Freitag in ihrer feierlichen Eröffnungsrede auf den hohen Stellenwert von Arbeit. Sie sei nicht nur sehr wichtig, um Geld zu verdienen. „Bei der Arbeit muss man sich oft anstrengen, und wenn man es dann geschafft hat, ist man oft stolz. Das ist ein gutes Gefühl“, so die Frau von den Lewitz-Werkstätten. „Arbeit ist auch dazu da, dass man sich gebraucht fühlt und nicht gelangweilt in der Ecke sitzt, sondern weiß, dass das, was man heute leistet, für andere ganz wichtig ist.“ Anerkennung und Lob für die Arbeit erzeugten ein gutes Gefühl. Man entwickele sich mit der Arbeit weiter und bekomme mehr Selbstvertrauen, lerne neue Leute kennen und finde manchmal auch Freunde.

25 Jahre bestehen die Lewitz-Werkstätten. Wie viele behinderte Menschen seitdem hier eine Berufsbildung absolviert haben, kann Anja Wegner nicht sagen. In Spitzenjahren waren es über 20. Dieses Jahr gab es speziell für die Standorte Spornitz und Parchim weniger Einsteiger. Die meisten Neuen gehen in die Werkstätten nach Ludwigslust.

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