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Parchimer Zeitung

21. August 2017 | 23:40 Uhr

Schule : Die Chemie-Kids von Parchim

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Pestalozzischule beteiligt sich das dritte Schuljahr am überregionalen Experimentalwettbewerb .

Noch vor ein paar Monaten war sich Arno gar nicht bewusst gewesen, dass diese Naturwissenschaft eigentlich so richtig nach seinem Geschmack ist: „Chemie ist jetzt mein Lieblingsfach“, verrät der 13-Jährige, während der Siebtklässler aus der Parchimer Pestalozzischule akkurat das Protokoll zu einem Versuch anfertigt.

Er und weitere 17 Mitschüler aus den beiden siebten Klassen hatten gerade eine kleine Staffel von Experimenten absolviert und sind dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass die molekulare Küche, in der Spitzenköche so gern Geschmacksbomben in kleinen Gelkügelchen kreieren, kein Buch mit sieben Siegeln ist. Als „Zutaten“ verwendeten die Parchimer Schüler u. a. die als Lebensmittel zugelassenen Chemikalien Natriumalginat und Calciumlactat sowie Fruchtsirup, Joghurt, Nuss-Nougat-Creme, destilliertes Wasser, Leitungswasser und stilles Wasser. Ein paar gleichgroße Glasgefäße und einige haushaltsübliche Hilfsmittel, Mixer oder Pürierstab, etwas Geduld und Geschick – und schon kann man loslegen.

Und genau dazu lädt der Experimentalwettbewerb „Chemkids“ in diesem Schuljahr wieder Schüler aus Schulen in den neuen Bundesländern ein. Als Suzett Gorowski vor drei Jahren neu als Lehrerin an die Parchimer Pestalozzischule kam, brachte sie auch die Idee von dem Wettbewerb mit, der Schülern Lust machen möchte, sich alleine oder mit Freunden mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. Denn alle Experimente sind so angelegt, dass sie auch gut zu Hause ausgeführt werden können. Suzett Gorowski baut sie nun schon das dritte Schuljahr in Folge in die Chemiestunden mit ein.

„Diese Versuche sind eine echte Bereicherung des Unterrichtes“, hat die Lehrerin damit sehr gute Erfahrungen gemacht. In diesem Jahr begleitet sie insgesamt 23 Chemkids aus der achten und 18 aus der siebten Klassenstufe. Als Lohn erhält jeder Wettbewerbsteilnehmer eine Urkunde und einen kleinen Sachpreis. Bis Ende November müssen alle Ergebnisse eingesandt sein, bevor im Frühjahr eine neue Aufgabenrunde startet, die sich wieder mit einem aus dem Alltag gegriffenen Phänomen beschäftigt. Der Pestalozzischule in Parchim eilt mittlerweile der gute Ruf voraus, dass sich stets besonders viele Mitschüler an dem Wettbewerb beteiligen. Zweimal konnte sie bereits den Pokal als engagierteste Schule in Mecklenburg-Vorpommern mit in die Eldestadt bringen.
 

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erstellt am 21.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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