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Sozialkaufhaus Parchim : Die besten Spender-Küchen für sich behalten?

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen gegen ehemaligen leitenden Mitarbeiter des Sozialkaufhauses Parchim

von
erstellt am 09.Nov.2017 | 06:00 Uhr

Den Ärmsten der Armen gebrauchte Möbel wegschnappen? Diese Vorwürfe richten sich gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des von der kreiseigenen Berufsbildungsstätte BBS Start betriebenen Sozialkaufhauses Parchim. Die Staatsanwaltschaft Schwerin bestätigte jetzt Ermittlungen gegen einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter der Einrichtung. Die Sprecherin der Schweriner Staatsanwaltschaft Claudia Lange konkretisierte, dass die Ermittlungen wegen Diebstahl und Unterschlagung im Zusammenhang mit Küchenzeilen geführt werden. Es gelte aber die Unschuldsvermutung. Dem Vernehmen nach ist der Mann nicht mehr bei BBS beschäftigt.

Ein Ermittlungsverfahren steht nach dem Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht am Anfang jedes Bußgeld- und Strafverfahrens und kann auch eingestellt werden. BBS-Start-Geschäftsführerin Dr. Diana Richert verwies gestern auf das laufende Verfahren und konnte deshalb keine Stellungnahme abgeben.

Zum Einkauf in den Sozialkaufhäusern sind ALG II-Empfänger und Sozialhilfeempfänger des Landkreises berechtigt. Sie müssen einen Bewilligungsbescheid nachweisen. Im Sozialkaufhaus Parchim in der Brunnenstraße werden Möbel, Textilien, Elektrogeräte, Fernseher, Fahrräder und Spielwaren sowie weitere Dinge des täglichen Bedarfs zum Verkauf angeboten. Das Sozialkaufhaus ist auf Spenden angewiesen. Der Betrieb läuft wie gewohnt weiter. Das Unternehmen hat offenbar schnell auf die Unregelmäßigkeiten eines Ex-Mitarbeiters reagiert.

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