Rassekaninchen : Deutsche Meister aus Friedrichsruhe

Andreas Siegfried (l.) und Uwe Klein mit zwei Vertretern aus ihren Sieger-Quartetts bei der Bundesschau.
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Andreas Siegfried (l.) und Uwe Klein mit zwei Vertretern aus ihren Sieger-Quartetts bei der Bundesschau.

Rassekaninchenzuchtverein M13 zählt zwei Bundes-Champions in seinen Reihen. Am Wochenende bei Landesschau in Bad Kleinen vertreten.

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05. Februar 2018, 21:00 Uhr

„Schöner hätte unser Jubiläumsjahr wirklich nicht laufen können“, freut sich Andreas Siegfried. Der Vorsitzende des Rassekaninchenzuchtvereins M13 Friedrichsruhe stand auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend noch ganz unter dem Eindruck der Bundesschau wenige Wochen zuvor in Leipzig. Er und mit Uwe Klein ein weiteres Vereinsmitglied kehrten jeweils mit einer Meisterschale aus Leipzig nach Friedrichsruhe zurück. Insgesamt gingen 16 Deutsche Meistertitel nach MV, erfuhr SVZ von Andreas Siegfried. Auf der Mammutausstellung wurden damals insgesamt etwa 26 000 Tiere in ca. 350 Rassen und Farbschlägen präsentiert. Andreas Siegfried (37) wählte eine Zuchtgruppe Mecklenburger Schecken rot/weiß für den großen Auftritt aus. Das tierische Quartett wurde mit tollen 387 Punkten Deutscher Meister. Auch in der Einzeltierwertung ging der Bundessieg an den Friedrichsruher Verein: Der beste Rammler unter den 66 in Leipzig ausgestellten Mecklenburger Schecken rot/weiß gehört zu dem Quartett von Züchter Andreas Siegfried. Sein Vereinsfreund Uwe Klein dominierte bei der Bundesschau den „Schönheitswettbewerb“ der Zwergwidder schwarz/weiß, in dem insgesamt 17 Zuchtgruppen vertreten waren. Uwe Klein freute sich über 385 Punkte. Damit schaffte auch die von ihm ins Rennen geschickte Zuchtgruppe den Deutschen Meistertitel und toppte noch einmal seine sensationelle Leistung vor zwei Jahren: Damals brachte er es ebenfalls mit Zwergwiddern bis zum Deutschen Vizemeister. Herausragendes Schönheitsmerkmal der schwarz-weißen Zwergwidder aus dem Stall von Uwe Klein ist die Mantelzeichnung, wie sie 1980 von einem Züchter in Goldenbow bei Wittenburg herausgezüchtet wurde – sie erinnert an die Fleckung auf dem Fell einer Kuh.

Uwe Klein, der selbst in Friedrichsruhe aufgewachsen ist und seit sechs Jahren in Parchim lebt, fand um den Jahrtausendwechsel zur Rassekaninchenzucht. Zwergwidder haben es ihm seit etwa 15 Jahren besonders angetan, da sie nicht so groß sind und er ihren Charakter schätzt: „Diese Tiere wirken irgendwie immer gelassen. Das gefällt mir“, bekennt der Züchter. Dem Friedrichsruher Verein schloss er sich schon bald nach dessen Gründung am 30. Oktober 2007 an. Heute gehören um die 20 Mitglieder, darunter auffällig viele Jüngere, dem Verein an. Gerade eben erst auf der Jahreshauptversammlung gab es wieder Eintrittsbekundungen. So bekommt auch Mandy Bauer aus Lübz demnächst ihre Mitgliedskarte. Sie selbst ist zwar keine Züchterin, begleitet aber ihren Freund Stefan Wulf als aktives Mitglied im Friedrichsruher Verein regelmäßig zu Schauen. Außerdem zählt sie zu den Helfern, die sich immer wieder nützlich machen, wenn der Friedrichsruher Verein – wie zuletzt im November 2017 – Gastgeber einer Ausstellung ist.

Am kommenden Wochenende sind Züchter aus dem Friedrichsruher Verein wieder unterwegs: Für die Landesrammlerschau am 10. und 11. Februar in Bad Kleinen haben sie etwa 20 Tiere gemeldet. Auf dem „Ausstellungsprogramm“ des Jahres 2018 stehen u. a. auch die Teilnahme an der Kreisschau im Oktober in Wittenburg sowie - zumindest als Helfer - an der Europaschau am ersten Novemberwochenende in Dänemark. Dort möchte Vereinsvorsitzender Andreas Siegfried außerdem als Preisrichter zum Einsatz kommen, so wie vor wenigen Wochen bei der Bundesschau in Leipzig, wo er an zwei Tagen Punkte für etwa 140 Tiere vergab. Der Goldenbower engagiert sich seit zehn Jahren als Preisrichter und ist in diesem Ehrenamt durchschnittlich zehn bis 15 Wochenenden im Jahr auf Achse.

 

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