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Kommen nun echte Blitzer? : Der Raserwahnsinn von Mestlin

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Mit mehr als 110 Stundenkilometern durchs Dorf

von
erstellt am 15.Jul.2016 | 17:10 Uhr

Erschreckendes Ergebnis: In knapp zwei Wochen war mehr als die Hälfte aller Autofahrer mitten in Mestlin zu schnell unterwegs. In der Gemeinde war in der Zeit vom 22. Juni bis zum 4. Juli in der Parchimer Straße eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage aufgestellt. Jetzt bei der Auswertung der Daten kommen die Experten ins Staunen, denn drei Kraftfahrer rasten mit 110 km/h und einer sogar mit mehr als 110 km/h durchs Dorf. Man mag gar nicht daran denken, was bei so einem Tempo passieren kann. Immerhin sind die Ergebnisse nicht bei menschenleerer Straße zu Nachtstunden, sondern am Tage vor 22 Uhr gemessen worden. In dem Bereich der Parchimer Straße befinden sich eine Grundschule und der Sportplatz, von dem auch noch in den Abendstunden Sportler zum Training unterwegs sind.

Insgesamt wurden 7688 Fahrzeuge an den 12 Tagen gemessen, das sind pro Tag rund 640 Fahrzeuge, von denen 4267 Kraftfahrer zu stark aufs Gaspedal drückten. Das sind immerhin 55,5 Prozent, die zu schnell waren. 3421 Kraftfahrer (44,5 Prozent) blieben unterhalb der vorgeschriebenen maximalen Geschwindigkeit von 50 km/h. Abgesehen von den vier, die 110 oder über 110 km/h fuhren, waren auch die anderen zu schnell. Konkret waren es 2958 Fahrzeugführer die bis zu 60 km/h fuhren, aber 1030 Kraftfahrer hatten bis zu 70 km/h drauf, 215 rasten mit bis zu 80 km/h durchs Dorf. Bei 49 Kraftfahrern zeigte das Tacho 90 km/h und bei elf Fahrern waren sogar 100 km/h angezeigt.

Diese Zahlen sprechen für sich und auch zukünftig wird diese mobile Messanlage in Mestlin und auch in anderen Gemeinden des Amtes Goldberg-Mildenitz aufgestellt werden. Das Amt hatte diese Technik im Auftrag der Gemeinden angeschafft und will damit einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten. Wenn allerdings sich diese Häufung von zu schnellem Fahren weiter herausstellen sollte, ist nicht auszuschließen, dass an den erkannten Stellen bald die „echten“ Blitzer stehen und zur Kasse gebeten wird.

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