Mestlin : Der mit dem großen Schnabel ist da

Herzlich willkommen: Der erste Mestliner Storch des Jahres 2018 hat auf dem Nest bei der Bäckerei Melchert sein Sommerquartier bezogen.
Herzlich willkommen: Der erste Mestliner Storch des Jahres 2018 hat auf dem Nest bei der Bäckerei Melchert sein Sommerquartier bezogen.

Storchendorf Mestlin freut sich über ersten Rückkehrer, denn die Anzahl der Paare ist in den vergangenen Jahren rückläufig.

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14. März 2018, 12:00 Uhr

Obwohl das Wetter derzeit noch recht kühl ist, könnten die Tage des Winters gezählt sein. Erste Zugvögel beziehen in diesen Tagen als Frühlingsboten ihre Sommerquartiere. Der erste Mestliner Storch ist von seinem Winteraufenthalt zurück und am Dienstagmorgen im Storchendorf eingetroffen. Damit ist die Saison 2018 eröffnet. Der stolze Vogel hat sich auf dem Nest an der Bäckerei Melchert niedergelassen. Nach der langen Reise ist jetzt Putzen angesagt, erst das Gefieder, dann wird das Nest hübsch gemacht. Schließlich muss alles fein sein, wenn Frau Störchin in einigen Tagen zurückkommt.

In Mestlin ist Adebar in diesem Jahr 15 Tage früher als im Vorjahr eingetroffen. Hier ist – ähnlich wie in anderen Gegenden unseres Bundeslandes – die Anzahl der Storchenpaare rückläufig. Im vergangenen Jahr zogen nur zwei Paare drei Jungtiere auf. Insgesamt gibt es in der Gemeinde 12 Nester, von denen meist nur zwei oder drei belegt werden.

In der seit 1994 geführten Dokumentation ist das Jahr 1999 als das mit den meisten Storchenpaaren verzeichnet. Sieben Paare erbrüteten 25 Jungstörche, von denen 23 heranwuchsen und auch die Reise ins Winterquartier antreten konnten. Das war die Hoch-Zeit von Meister Adebar, in der Jahrtausendwende entstand auch der Name Storchendorf. Um die Mestliner Störche existieren übrigens etliche Geschichten. So unterbrach Adebar einst ein Fußballspiel auf dem Rudolf-Harbig-Sportplatz. Ein anderer hatte es sich auf einem Grill gemütlich gemacht.

Der Rückgang von MeisterAdebar hat durchaus verschiedene Ursachen. Zum Teil, so die Meinung von Experten, ist der Rückgang auf das veränderte Nahrungsangebot und die intensivierte Landwirtschaft zurückzuführen. So fehlen oftmals feuchte Wiesen mit einem vielseitigen Futterangebot.


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