Schulverweigerer : Der lange Weg zurück in die Klasse

Petra Bahl, Alla Schmoll und Manuela Herm (v. l. n. r.)  sind in der Schulwerkstatt Parchim tätig.
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Petra Bahl, Alla Schmoll und Manuela Herm (v. l. n. r.) sind in der Schulwerkstatt Parchim tätig.

Die Schulwerkstatt in Parchim reicht Kindern und Jugendlichen die Hand, die sich dem regelmäßigen Unterricht seit langem verweigert haben

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03. Juli 2014, 16:21 Uhr

Wenn Petra Bahl und Alla Schmoll morgens in ihre Klasse kommen, dann sagt ihnen schon nach wenigen Augenblicken das Bauchgefühl ziemlich zuverlässig, ob an diesem Tag etwas geht oder nicht. Auch die Momente, in denen von einer Sekunde zur anderen die Stimmung kippt und an Deutsch oder Geschichte nicht mehr zu denken ist, sind ihnen nur zu gut vertraut.

Petra Bahl und Alla Schmoll sind Lehrerinnen in der Schulwerkstatt. Die neun Schüler zwischen 12 und 16 Jahren, die hier in einer kleinen Gruppe unterrichtet werden, haben vor allem eines nicht: Bock auf Schule. Und das können sie drastisch zur Schau stellen, obwohl es hinter der Fassade um das Selbstwertgefühl meist nicht gut bestellt ist. Warum sie zu Schulverweigerern wurden, dafür gibt es viele Gründe: Mobbing, ein zerrüttetes Zuhause zum Beispiel. Nicht selten hat es schon die ersten Konflikte mit dem Gesetz gegeben. Erst kürzlich musste ein Schüler sogar ein Wochenende im Arrest verbringen. Ein anderes Kind machte irgendwann dicht, nachdem es den elften (!) Umzug in zehn Lebensjahren hinter sich hatte, folglich nie die Chance bekam, irgendwo Fuß zu fassen.

Die Schulwerkstatt Parchim reicht diesen Kindern und Jugendlichen seit mittlerweile 15 Jahren die Hand.

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