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Parchimer Zeitung

22. November 2017 | 17:50 Uhr

Parchim : Den Dinosauriern auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Mittwoch nächste Vorlesung der Parchimer Nachwuchsakademie

von
erstellt am 31.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Warum sind die Dinosaurier ausgestorben? Dipl.-Ing. Wilfried Krempien aus Schwerin hat am Mittwoch (14 Uhr, Aula Goetheschule) spannende Antworten im Gepäck.

Um dieses Thema kreisen heute noch viele Gedanken namhafter Wissenschaftler. Wilfried Krempien: „Eine ernst zu nehmende Theorie ist der Asteroideneinschlag vor ca. 65 Millionen Jahren am Ende der Kreidezeit im heutigen Golf von Mexico.“ Dieser Einschlag erfolgte mit so einer großen Wucht, vergleichbar mit der Energie von 100 Wasserstoffbomben von Hiroshima, worauf eine Kettenreaktion von Erdbeben auf der Erde mit der Stärke 13 auf der Richterskala erfolgte. Der Referent: „Das wiederum löste Tsunamis mit über 100 Meter hohen Flutwellen aus. Feuerregen schleuderte zu Glasperlen geschmolzene Sandkörner und Bruchstücke der Erdkruste in den Weltraum, sie kehrten zurück auf die Erde mit Feuer, Hitze, Staub und Rauch und lösten damit gewaltige Feuerstürme auf unserer Erde aus. Das waren Szenarien unvorstellbarer Größe.“

Die Dino-Saurier, die seit etwa 170 Millionen Jahren den Erdball bevölkerten, starben innerhalb kürzester Zeit, in Sekunden, Stunden und Tagen, je nach Entfernung vom Einschlagort. Die Erdatmosphäre verdunkelte sich, ließ keine Sonnenstrahlen mehr durch. Pflanzen und Tiere starben, weil die Ernährungsgrundlage für die Dinos nicht mehr gesichert war.

Nur kleine, schwache Geschöpfe überlebten in Höhlen und unter der Erde. Am Ende der Kreidezeit begann das Tertiär – ein Wunder!

Warum konnten zum Teil Vögel, Schlangen, Schildkröten und Krokodile überleben? Diese und andere Fragen versucht der Referent, Wilfried Krempien aus Schwerin, in dieser Veranstaltung zu beantworten. Ihm selbst ist es 1978 gelungen, Dinosaurierknochen in einer ehemaligen Tongrube bei Grimmen zu bergen. Sie wurden wissenschaftlich im Rahmen einer Promotion an der Universität in Greifswald bestimmt.

Noch heute ist die Bedrohung aus dem Weltall aktuell. Täglich prasseln kleine Asteroiden auf die Erde, verglühen in unserer Atmosphäre. Am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, raste ein Komet in Größe eines Busses in einer Entfernung von ca. 44 000 Kilometern an unserem Planeten, zwischen Erde und Mond, vorbei. Zur Beantwortung so mancher heiklen Fragen, auch wie wir uns in ferner Zukunft vor Meteoriten bzw. Asteroideneinschläge schützen, dient diese Veranstaltung.


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