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Parchimer Nachwuchsakademie : „Das wird das spannendste Jahr“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Geld, Weltall und Ausflug zur Biosphäre: 2017 bietet die Panak in Parchim ihr bisher breitestes Themenangebot.

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 16:54 Uhr

Vor fünf Jahren ging die Parchimer Nachwuchsakademie Panak an den Start. Eine Gruppe engagierter Mitstreiter wollte im Frühjahr 2012 etwas bieten, was es bis dahin nicht gab: eine Kinderuni in einer universitätslosen Stadt. Das Experiment gelang. Im Schnitt teilen Experten ihr Wissen mit mehr als 500 Mädchen und Jungen pro Jahr.

2016 verfolgten 570 junge Akademiebesucher die Vorträge und Vorführungen, griffen selbst zum Feuerlöscher, sahen beim Flug einer Drohne zu, erkundeten das Phantechnikum in Wismar oder das Ozeanum in Stralsund. „Besonders die Schüler der Goldberger Walter-Husemann-Schule waren sehr fleißige Besucher“, freut sich Professor Dr. Bernd Klausch, der Gründervater und einer der Initiatoren der Parchimer Nachwuchsakademie. Dank der Landesförderung des Ehrenamts kann Panak die Kosten der Busfahrten auch im Jahr 2017 übernehmen. Klausch: „Wir wollen mit Panak zum Mittelpunkt des Großkreises werden und Schüler auch aus der weiteren Umgebung einladen. Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Waldmüller hatte uns dankenswerterweise für die Förderung vorgeschlagen.“

Dank der Fördermittel und der Unterstützung der Panak-Initiatoren werden jeweils rund 50 Schüler auch 2017 auf zwei kostenlose Bildungstouren gehen. Am 27. Mai startet ein Bus zur Biosphäre nach Potsdam in den Wissensdschungel. Die Dschungellandschaft der Biosphäre mit mehr als 20 000 prächtigen Tropenpflanzen und rund 130 verschiedenen Tierarten sowie einem stündlichen Gewitter mit Blitz und Donner versetzt die Besucher in eine ferne Welt. Die Reise beginnt am Wasserfall, führt über verschlungene Pfade zum Schmetterlingshaus bis auf den Höhenweg, der sich in den Kronen der bis zu 14 Meter hohen Bäume befindet. Auch das Chamäleon auf dem Foto oben können die Parchimer sehen.

Der zweite Wissenstörn führt im September nach Rostock ins Darwineum und zur astronomischen Uhr der Marienkirche. Im Darwineum gibt es auf dem Streifzug durch die Evolution 80 spannende Tierarten zu entdecken. Die Besucher werden von Galapagos-Riesenschildkröten empfangen, erleben Schlammspringer, Schnabeligel und weitere lebende Fossilien. In der Tropenhalle, dem Herzstück des Darwineum leben Gorillas, Orang-Utans, Gibbons, Brazza-Meerkatzen, Zwergseidenäffchen und Faultiere. Das Darwineum bietet eine Evolutionsausstellung auf Charles Darwins Spuren und moderne Tierhaltung in naturnahen Ökosystemen. Die Naturerlebnis- und Wissenswelt verbindet Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft auf 20 000 Quadratmetern - zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken. Die Tropenhalle ist der größte Indoor-Spielplatz für Menschenaffen an der Ostsee.

Die astronomische Uhr aus dem Jahr 1472 ist beeindruckende 16 Quadratmeter groß und stellt die Himmelsbewegungen dar.

Die Vorlesungen in Parchim decken ein so breites Wissensspektrum ab wie noch nie, so Professor Klausch. Joachim Ziegler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Parchim-Lübz bricht gleich am 31. Januar einen Rekord. Er wird als erster Referent zum dritten Mal eine Vorlesung halten. Sein aktuelles Thema: „Warum gibt es Arme und Reiche?“ Auch Uwe M. Troppenz kennen die Panak-Zuhörer. Der Parchimer hat darüber Bücher geschrieben, dass es Leben auf unserer Erde schon viel früher als bislang angenommen gab. Im Februar erzählt er über „Katastrophen, die die Menschheit bedrohen“. Passend zum Frühling widmet sich Panak im März dem Wald. Dr. Lutz Fähser, ehemaliger Oberförster des Lübecker Stadtwaldes bringt das Thema „Das geheime Leben unseres Waldes“ mit. Der Mai beschert ein nur auf den ersten Blick unangenehmes Thema. Dr. Christian Müller-Grotrian erklärt „Warum müssen alle Menschen sterben?“

Der Herbst beschert Erkenntnisse zur Sprache, Dinosaurieren, Geologie und zum Weltall. Merke: Auch ohne große Uni mausert sich Parchim zur Kreisstadt des Wissens. 

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