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Sonderausstellung : Das war ganz in Dr. Zenkers Sinn

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Gut besuchte Sonderausstellung im Parchimer Museum beendet / Erlös des Bilderverkaufs für Verein „Paten indischer Kinder“

von
erstellt am 25.Mai.2014 | 15:04 Uhr

Nach zwölf Wochen ging nun eine Sonderausstellung mit künstlerischen Arbeiten des unvergessenen Parchimer Arztes Dr. Iwan Zenker im Museum zu Ende. Das Interesse für diese Schau war erwartungsgemäß groß“, freut sich Museumschef Wolfgang Kaelcke. Schließlich ist der vor elf Jahren im Alter von 87 Jahren verstorbene Mediziner ein in der Stadt überaus geachteter Mann gewesen. Seine Tochter Dr. Karin Sowbolewski und Schwiegersohn Burkhard hatten sich mit der Idee, zum zweiten Mal eine umfassende Ausstellung in Parchim zu zeigen, an das Kulturamt gewandt.

„Mein Vater war nicht nur ein leidenschaftlicher Mediziner, sondern musizierte gerne, trieb Sport, erforschte unsere Familiengeschichte, liebte seinen Garten, hat viel gebastelt und vor allem gemalt“, erinnert die Tochter, die ihren Vater als überaus vielseitigen Mann in Erinnerung behält.

In der Ausstellung waren rund 150 Arbeiten zu sehen. Einen breiten Raum nahmen Kopien von Bildern bekannter Meister wie Dürer, Tizian oder Prof. Otto Dix ein. Dr. Zenker verblüffte jeden Betrachter als perfekter Kopist. Ebenso eindrucksvoll sind die eigenen Motive, darunter auch mehrere Selbstbildnisse und Porträts von Familienangehörigen.

Wichtig war den Initiatoren der Sonderausstellung, dass erstmals nicht nur ein umfangreicher Überblick über das Gesamtschaffen gegeben wurde, sondern dass damit auch ein guter Zweck unterstützt werden sollte. Viele der Arbeiten konnten erworben werden. Der Erlös kommt vollständig dem Verein „Paten indischer Kinder e.V.“ zugute. Hedwig Reiser, 1. Vorsitzende des Hilfsvereins, war selbst nach Parchim gekommen, um für die Unterstützung ihrer Arbeit zu werben. „Wir sind sehr glücklich, dass sich die Angehörigen von Dr. Zenker dafür entschieden haben“, sagte Hedwig Reiser. Mit dem Geld soll der Aufbau eines Internates für indische Kinder, die aus armen Familien stammen, finanziert werden. Der für den Olaf-Palme-Friedenspreis vorgeschlagene Verein hat bereits eine Schule und mehrere Internate in Indien aufgebaut. „Noch steht das Gesamtergebnis noch nicht endgültig fest. Aber wir gehen davon aus, dass rund 500 Euro zusammengekommen sind“, freut sich Dr. Karin Sobolewski. Sie denkt bereits darüber nach eine weitere Ausstellung in einer Schule in Parchim zu zeigen. Interessenten können sich gerne bei der Parchimer Zeitung melden.

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