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Parchimer Zeitung

18. Dezember 2017 | 23:27 Uhr

Tourismus : Das Ufercamp kennt keine Flaute

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Pächter Dieter Meier auch im verregneten Sommer zufrieden. Skipper und Stammgäste schätzen Rastplatz am Elde-Müritz-Kanal

von
erstellt am 02.Aug.2017 | 22:03 Uhr

Mehr als dreißig Boote sind an diesem Tag bereits an der kleinen unscheinbaren Hafenanlage in Richtung Mecklenburgischer Seenplatte vorbeigeschippert. „Für uns war das Ufercamp das Ziel. Und wir kommen schon seit Jahren im Urlaub hier her“, sagen Wolfgang und Ilona, die ansonsten mit ihrem Boot „Angela“ im Heimathafen Grabow liegen. „Hier stimmt einfach alles. Man findet am Anleger einen ruhigen Platz, wird freundlich begrüßt und in der Gaststätte vorzüglich beköstigt“, sind sich die erfahrenen Wassersportler einig. Ihr Boot hat mehr als drei Jahrzehnte auf dem Buckel und wird liebevoll gepflegt. „Beim Urlaub per Boot finde ich die Erholung, die ich brauche. Wer im Schichtdienst arbeitet, sucht die Entspannung, die es hier gibt“, ist sich Ilona sicher. Wolfgang freut sich derweilen auf den bevorstehenden Ruhestand nach dann 45 Arbeitsjahren. „Wir kommen garantiert wieder“, verabschieden sich beide von Dieter Meier.

Vor 13 Jahren haben sich Monika und Dieter Meier entschlossen, den Wasserwanderrastplatz in Neuburg aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und sich hier eine eigene Existenz aufzubauen. „Bereut haben wir es bis heute nicht. Es macht vor allem in der Saison jede Menge Arbeit, aber vor allem auch Spaß“, so der Pächter, den auch ein verregneter Sommer die Stimmung nicht vermiesen kann. Inzwischen hat es sich bei Wassersportlern aus ganz Deutschland und darüber hinaus herumgesprochen, dass man hier nicht nur einen netten Platz zur Rast findet, sondern von den Gastgebern auch verwöhnt wird. Monika Meier schwingt in der Küche den Löffel. Neben klassischer Hausmannskost sind hier derzeit Zander- und Schollenfilet die Renner. Ausgezahlt haben sich die Investitionen. Mit EU-Fördermitteln zum Ausbau der touristischen Infrastruktur konnten schon vor Jahren der Anleger, die Sanitäranlagen und die Gaststätte erneuert und erweitert werden. Im Gastraum finden 60 Personen und auf der Sonnenterrasse bis zu 50 Gäste Platz. Auch wenn es nach Saisonende hier ruhiger wird, lädt das gastliche Haus auch danach ein.

Viel Wert legt Dieter Meier darauf, dass das Ufercamp schon von Weitem den Skippern ins Auge fällt. Sein Blumenbeet vor der Gaststätte brachte ihm den Namen „Dahlien-König“ ein. Umso mehr trifft ihn in diesem Sommer die Tatsache, dass bei Dauerschmuddelwetter diese empfindlichen Blumen nicht so richtig aus dem Knick kommen. Damit kein Beet verwaist bleibt, hat er kurzerhand Rote Bete als Ergänzung zur noch nicht voll entfalteten Blütenpracht angebaut. „Das Gemüse sieht gut aus und landet am Ende in der Küche“, sagt Dieter Meier. 
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