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Kleingärten : Das sind Parchims jüngste Gärtner

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Kindergarten „Freundschaft“ beackert in der kleinsten im Regionalverband organisierten Gartenanlage von Parchim eine eigene Scholle

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Im Garten Nummer 7 in der Anlage „Wiesengang“ ist fröhliches Kinderlachen eingezogen: Seit wenigen Wochen beackern die jüngsten Gärtner der Stadt ein eigenes Fleckchen Erde in der kleinsten im Regionalverband organisierten Parchimer Gartenanlage. Insgesamt sieben Gärten werden am Wiesengang bewirtschaftet. Die Kita „Freundschaft“ hat dort zum 1. Juli eine Scholle gepachtet.

Das Gärtnern ist in der städtischen Kindereinrichtung seit langem eine tragende Säule im pädagogischen Konzept, um Kindern frühzeitig durch aktives Mittun nachhaltig zu vermitteln, woher unser Essen kommt und welche positiven Nebenwirkungen es hat, den Tisch mit selbst angebauten gesunden Lebensmitteln decken zu können. In jeder verfügbaren Ecke auf dem Kita-Hof grünt und blüht es in Töpfen, Kästen, Schalen sowie auf Minibeeten. Im vergangenen Jahr konnte mit tatkräftiger Hilfe der Eltern sogar ein Hochbeet angelegt werden. Und das wirft in diesen Tagen reichlich Gurken fürs Frühstücks-Büfett ab.

Doch da war auch immer die Sehnsucht nach einem Stückchen Rasen, auf dem man eine Decke ausbreiten, barfuß herumstapfen, krabbeln, überhaupt die Natur noch intensiver erleben kann. Groß war deshalb die Freude, als der Tipp in der Kita eintraf, dass die Jungen und Mädchen mit ihren Erzieherinnen willkommene Gartennachbarn wären. Zumal den Parchimer Nachwuchsgärtnern das mit wenigen Fußschritten erreichbare Revier am Wiesengang bestens vertraut ist: Regelmäßig führen kleine Ausflüge in die Natur zu den Bürgermeisterwiesen oder über den Promenadenweg entlang der Gärten. Und so konnten die kleinen Spaziergänger immer wieder aufmerksam beobachten, wie hinter den Gartenzäunen der Frühling erwachte, der Sommer erblühte, die letzten Früchte des Herbstes geerntet wurden und die Natur unter der Schneedecke in den Winterschlaf sank. Obwohl dieser Möchtegern-Sommer so gar nicht nach dem Geschmack der Kleingärtner ist, haben die Jungen und Mädchen in ihrem Gärtchen schon einiges geschafft: So wurde zum Beispiel die Kräuterspirale frei gelegt und mit neuen Bio-Küchenkräutern bepflanzt, die von Eltern zur Verfügung gestellt wurden. Überhaupt sind Kita-Leiterin Sigrid Klimaschewski sowie Erzieherin Jaqueline Sokyte – beide selbst leidenschaftliche Hobbygärtnerinnen – den tatkräftigen Eltern und Großeltern für ihre Unterstützung sehr dankbar: Sie legten kurzfristig mit Hand an und ebneten so den Boden dafür, damit die Kinder loslegen konnten. So brachte der Uropa von Julien beim Rasenmähen seine Elektro-Sense zum Einsatz und entsorgte gleich mehrere Fuhren Grünschnitt in der Kompostieranlage. Die Eltern von Amy Sue zupften unermüdlich Unkraut. Und die Eltern von Paula stellten Rasensamen zur Verfügung, der nach dem Einsäen inzwischen prima aufgegangen ist. Sigrid Klimaschewski deutet in diesem Zusammenhang ganz offen an, dass man auch künftig auf die Unterstützung der Eltern und von Freunden der Kita angewiesen sei. Denn: Die Jungen und Mädchen sollen das Gärtnern als Freude empfinden. Dazu trägt auch die Übereinkunft mit dem Verein bei, dass Parchims jüngste Gartenpächter zwischendurch auf der großen Wiese laufen oder mit dem Ball spielen dürfen.

 

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