Parchim : Das Herz schlägt für alte Fahrzeuge

Mit von der Partie: Thomas Hoffmann und Helmut Jungnickel (v.l.)
Mit von der Partie: Thomas Hoffmann und Helmut Jungnickel (v.l.)

Parchim feiert Stadtfest: Oldtimerfreunde laden am Sonnabend zum Staunen, Schauen und Fachsimpeln in die Blutstraße ein

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21. Mai 2018, 21:00 Uhr

Drei tolle Tage in der Eldestadt: In Parchim wird von Freitag bis Sonntag das 35. Stadtfest gefeiert. Unsere Zeitung stellt in dieser Woche Akteure vor, die das Jubiläumsfest so bunt machen oder hinter den Kulissen im Einsatz sind, damit alles rund läuft.

Wann hat man in der Eldestadt schon die Gelegenheit, so viele motorisierte Schätzchen auf zwei und vier Rädern aus alten Zeiten zu bestaunen? Natürlich zum Stadtfest. Dafür sorgen die Mitstreiter des Parchimer Oldtimer-stammtisches. Seit die Interessengemeinschaft im Jahr 2007 zum ersten Mal eine Ausstellung auf die Beine stellte, ist die Blutstraße alle Jahre wieder am Stadtfestsonnabend eine angesagte Adresse zum Schauen, Staunen und Fachsimpeln. Aus allen Himmelsrichtungen nehmen Oldtimerfreunde Kurs auf die Kreisstadt, um ihre liebevoll in Schuss gehaltenen fahrbaren Untersätze einem interessierten Publikum zu präsentieren. Vor zwölf Monaten ließen mehr als 90 „Oldies“ die Herzen der Besucher höher schlagen. Das älteste Motorrad hatte als Baujahr 1936 in den Papieren stehen.

Mit einer regen Beteiligung rechnen die Akteure vom Oldtimerstammtisch auch diesen Sonnabend, denn die Parchimer haben in der Szene wieder ordentlich die Werbetrommel gerührt. Einzig Petrus, der bekanntlich einen unrühmlichen Ruf als Stadtfest-Spaßbremse besitzt, könnte den rührigen Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machen. Denn: „Wenn kein schönes Wetter ist, werden die Fahrzeuge geschont“, weiß Thomas Hoffmann aus eigener Erfahrung. Der Parchimer Einzelhändler hat selbst schon vor vielen Jahren sein Herz an Fahrzeuge verloren, die 30 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Bei ihm laufen auch die Fäden des 2006 aus der Taufe gehobenen Oldtimerstammtisches zusammen. In der losen Gruppe sind durchschnittlich um die 25 Gleichgesinnte versammelt. Den Austausch pflegen sie sommers wie winters regelmäßig am ersten Freitag im Monat an ihrem Stammtisch im „Wackernagel“ und je nach Bedarf zwischendurch individuell. Kaum kommt die Frühlingssonne im April so richtig in Fahrt, zieht es eingefleischte Fans wie Helmut Jungnickel natürlich hinaus auf die Landstraße. Der Parchimer ist bei fast jedem Oldtimertreffen im Norden dabei, folglich so gut wie jedes Wochenende auf Achse – in bester Begleitung: Denn seine Irmgard teilt seine Begeisterung für das Hobby. Die Kamera haben sie unterwegs immer im Anschlag: In acht Jahren dürften sich bestimmt 10 000 Oldtimerbilder angesammelt haben, schätzt Helmut Jungnickel. Wann es bei ihm so richtig „gefunkt“ hat, könnte der ehemalige Hydraulikwerker gar nicht mehr so genau sagen. Aber es fällt schon in die Zeit, als er 60 Jahre wurde und die Rente in Sicht war. Da fing der gelernte Schlosser an, Mopeds und Motorräder aufzuarbeiten. Drei bis fünf Schätzchen aus seinem Fuhrpark wird der Sammler am Sonnabend von 10 bis gegen 18 Uhr in der Blutstraße präsentieren.

Anmeldungen für die Teilnahme an der Ausstellung sind im Vorfeld nicht unbedingt nötig: „Wir freuen uns über jeden der kommt, mit oder ohne Oldtimer“, bekräftigt Thomas Hoffmann. Für den gastfreundlichen Rahmen sorgen in bewährter Weise die Frauen von Thomas Hoffmann, Helmut Jungnickel und den anderen Mitstreitern des Stammtisches.

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