Parchim : Das Amt findet noch Fachkräfte

In diesem Gebäude in der Weststadt ist das Amt Parchimer Umland.
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In diesem Gebäude in der Weststadt ist das Amt Parchimer Umland.

Viele Betriebe haben Sorgen bei der Gewinnung von Arbeitskräften. Verwaltung Parchimer Umland findet weiter geeignete Bewerber.

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17. Mai 2017, 05:00 Uhr

Fachkräftemangel: Dieses Problem beklagt zunehmend die Wirtschaft. Die Verwaltung im Amt Parchimer Umland hat indes offenbar bislang keine Sorgen, ihre Stellen neu zu besetzen. Das wurde bei jüngsten Ausschreibungen deutlich.

Das Amt hatte zuletzt die Beamtenstelle des Bauamtsleiters, der in den Ruhestand geht, öffentlich ausgeschrieben. „Wir sind nicht überlaufen worden“, sagt Wolfgang Hilpert, Amtsvorsteher im Parchimer Umland. Aber es sind nach seinen Worten interessante Bewerbungen darunter. Zumal es eine sehr spezielle Ausschreibung für den gehobenen Dienst war. Man habe lange vorher diskutiert, ob man bei der Neubesetzung der Stelle mehr auf das Baufachliche oder auf die Verwaltungsseite Wert legen sollte.

Das Amt will bei der Neubesetzung auf jemanden mit Verwaltungserfahrung bauen, wie die Hauptamtsleiterin Christiane Schirdewahn erklärte. In den Gemeinden gebe es eine ganze Menge von Vorhaben, die durch das Bauamt begleitet werden.

In nächster Zeit werden wegen altersbedingten Ausscheidens im Amt Parchimer Umland für eine ganze Reihe von Mitarbeitern Nachfolger gesucht. Bereits in diesem Sommer muss die stellvertretende Kämmerin ersetzt werden. Die Ausschreibung für eine freie Stelle lief im vergangenen Jahr. Derzeit läuft die Einarbeitungsphase. In zwei Jahren scheidet Hauptamtsleiterin Schirdewahn selbst aus. Weitere Wechsel folgen.

Amtsvorsteher Hilpert macht sich deswegen aber keine Sorgen: „Wir haben sehr viele junge Mitarbeiter.“ Teils wurden sie im eigenen Haus ausgebildet. Es gebe im Amt auch viele Angestellte um die 40 Jahre. Hilpert spricht von einer „sehr gesunden Altersstruktur“ und einem „gesunden Generationswechsel“.

2004 hatten sich die beiden bis dahin selbstständigen Ämter Eldetal und Parchim- Land zum Amt Parchimer Umland zusammengeschlossen. Seitdem war die Mitarbeiterzahl durch das altersbedingte Ausscheiden von Kollegen reduziert worden. Über 30 Mitarbeiter, umgerechnet 28 Vollbeschäftigte, waren es beim Zusammenschluss, sagt Christiane Schirdewahn. Mittlerweile sind es 23 Vollzeitplätze.

Die Aufgabenverteilung wird regelmäßig optimiert, erklärt Hilpert. Es kommen ständig neue Anforderungen vom Land hinzu. Es helfe nicht, wenn die einen Mitarbeiter überlastet sind und möglicherweise andere sich einen netten Tag machen. Alle Reserven seien ausgeschöpft, so Christiane Schirdewahn.

Auch die Plätze für Auszubildende in der Verwaltung bleiben nicht leer. Hilpert spricht auch hier von einer überschaubaren Zahl von geeigneten Bewerbern. Sechs bis sieben sind es auf eine Stelle. Im neuen Ausbildungsjahr 2017/2018 gibt es erstmals eine Verbundausbildung mit dem Landkreis. Die gesamte Phase der Vorauswahl übernimmt der Kreis – bis zum Eignungstest und zur Auswertung der Ergebnisse. Erst bei den Vorstellungsgesprächen sind Vertreter des Amtes Parchimer Umland dabei.

Dass der öffentliche Dienst nach wie vor als Arbeitgeber begehrt ist, liege möglicherweise daran, dass die Verhältnisse geregelter und die Arbeitsplätze vielleicht ein bisschen geschützter sind, erklärt Hilpert. Christiane Schirdewahn nennt die strenge Tarifgebundenheit einen Vorteil. Hinter den Arbeitnehmern stecke eine starke Gewerkschaft. „Das gibt eine gewisse Sicherheit.“ Wolfgang Hilpert spricht zudem von einem „sehr guten Arbeitsklima“ in der Amtsverwaltung. Hier nehme keiner so schnell wieder Reißaus.

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