Ausgleich für A 14 : Dargelütz bekommt einen Traumwald

Mit Hochdruck läuft die Aufforstung am Dargelützer Dorfrand.
Mit Hochdruck läuft die Aufforstung am Dargelützer Dorfrand.

Spektakuläre Aufforstung rund um Parchimer Ortsteil / 53 Hektar Mischwald wird gepflanzt

svz.de von
11. Dezember 2013, 16:58 Uhr

„Das dürfte ein Traumwald werden“, kommt Revierleiter Jens-Uwe Springer vom Forstamt Friedrichsmoor schon mal ins Schwärmen. Seit einigen Wochen wird rund um den Parchimer Ortsteil Dargelütz aufgeforstet. Das dies keine übliche Maßnahme ist, wird angesichts der Dimension deutlich: Auf 53 Hektar Ackerland, das überwiegend dem Land gehört, entsteht ein neuer Wald. „Es ist die größte Ausgleichsmaßnahme im Rahmen des Bauprojektes A 14. Dort mussten 150 Hektar Wald der Trasse weichen. Dafür werden insgesamt 400 Hektar Wald neu aufgeforstet“, so Jens-Uwe Springer. Das dafür erhebliche Fläche am Rande des bislang 3500 Hektar großen Forstreviers Voigtsdorf ausgewählt werden, hat sich erst Mitte des Jahres ergeben.

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Bis zu zwei Dutzend Mitarbeiter von Lohnunternehmen und einer Baumschule sind damit beschäftigt, hier u. a. rund 100 000 Eichen, 35 000 Lärchen und andere Baumarten zu pflanzen. Hinzu kommen Hecken mit beispielsweise Rosen, Schlehdorn oder Feldahorn. „In 15 bis 20 Jahren wird hier ein stattlicher Wald herangewachsen sein“, meint der Forstmann. Schon in fünf Jahren sollen die Jungbäume, die vorwiegend aus Forstbaumschulen in Gädebehn, Güstrow und Pinneberg kommen, eine Höhe von etwa einen Meter erreicht haben. „Im ersten Jahrzehnt ist rundherum leider ein Zaun erforderlich. Ansonsten würden Tiere erhebliche Schäden verursachen“, so der Revierförster. Er hofft, dass das Wetter weiter mitspielt und es auch im kommenden Frühjahr nicht zu trocken ist.

Für die Dargelützer, die sich gerade gegen eine neue Tierfabrik wehren, ist die Aufforstung endlich einmal eine gute Nachricht. „Viele freuen sich darüber“, weiß Springer.

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