Notunterkunft : Dach für Flüchtlinge in Parchim

Endlich in Sicherheit in Parchim: Mutter Lina mit ihrer Tochter Sarah (l.) und Sandy, ebenfalls ein Flüchtlingskind aus Syrien.  Fotos: Michael Beitien
Endlich in Sicherheit in Parchim: Mutter Lina mit ihrer Tochter Sarah (l.) und Sandy, ebenfalls ein Flüchtlingskind aus Syrien. Fotos: Michael Beitien

In der Nacht zum Sonntag erreichten 32 Menschen neue Notunterkunft in der Kreisstadt. Der Jugendförderverein übernimmt die Betreuung.

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13. September 2015, 21:20 Uhr

Lina hat es geschafft. Die junge Frau aus Damaskus ist mit ihrer sechsjährigen Tochter nach einer 14-tägigen Odyssee auf der Flucht von Syrien nach Deutschland in Parchim in Sicherheit. Sie gehört zu den 32 Menschen, die in der Nacht zum Sonntag in einer neu geschaffenen Notunterkunft in der Kreisstadt untergekommen sind.

Seit Freitagabend war Parchim vorbereitet, um 60 Flüchtlingen eine Notunterkunft zu geben. In einem lange nicht mehr genutzten Saal des Jugendfördervereins in Dargelütz wurde ein Quartier mit Feldbetten eingerichtet.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Landkreis Ludwigslust-Parchim zur Unterstützung des Landes kurzfristig Notunterkünfte in Zahrensdorf, Heidhof und Hagenow mit insgesamt 200 Plätzen eingerichtet, dort kümmert sich die BBS Start GmbH um Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge, informierte Kreissprecher Andreas Bonin. Die Unterkünfte sind weitgehend vollständig belegt. Mit der Einrichtung in Dargelütz stellt der Landkreis jetzt eine Kapazität von 260 Plätzen zur Verfügung. Grund für die Errichtung der Notunterkünfte sei der zunehmende Flüchtlingsstrom nach Mecklenburg-Vorpommern und die daraus resultierende Überlastung der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Horst bei Boizenburg und deren Außenstelle in Stern Buchholz bei Schwerin.

In Obhut des Landkreises Ludwigslust-Parchim befinden sich zurzeit mehr als 1000 Flüchtlinge und Asylbewerber in den Gemeinschaftsunterkünften in Parchim und Ludwigslust, im Übergangswohnheim für Flüchtlinge in Parchim sowie in dezentraler Unterbringung in weiteren Städten und Gemeinden im Landkreis.

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