Parchim : Club setzt bundesweit Maßstäbe

Auf dem Sprung zur Winterwanderung: Jung und Alt gehen immer wieder gern auf Tour ins nahe gelegene Landschaftsschutzgebiet Buchholz.
Auf dem Sprung zur Winterwanderung: Jung und Alt gehen immer wieder gern auf Tour ins nahe gelegene Landschaftsschutzgebiet Buchholz.

Jugend- und Familienzentrum in Parchim entwickelt Kriterien für die Arbeit an Mehrgenerationenhäusern mit

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13. März 2018, 21:00 Uhr

Welche Qualitätskriterien stehen einem Mehrgenerationenhaus gut zu Gesicht? Dafür sollen nun bundesweit gültige Maßstäbe erarbeitet werden. Gefragt sind dabei auch die Anregungen des Jugend- und Familienzentrums Club am Südring in Parchim. Die Einrichtung in Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins Bürgerkomitee Südstadt ist eines von derzeit 550 in ganz Deutschland bestehenden Mehrgenerationenhäusern.

20 von ihnen wurden vom Bundesfamilienministerium für das Evaluationsteam ausgewählt: große und kleine Häuser, alte und neue „Hasen“ im Bereich der generationsübergreifenden Arbeit. „Schön, dass der Fokus auch auf die kleinen Häuser gelegt wird und wir damit zur Stimme jener Einrichtungen werden, die mit einer Handvoll Hauptamtlicher und flankiert von vielen Ehrenamtlichen eine Menge los machen“, sagt Karin Gruhlke.

Hintergrund
Standards für erfolgreiche Arbeit
Ziel des Projektes, an dem das Parchimer Mehrgenerationenhaus mitwirkt, ist die Entwicklung, Erprobung und Einführung von einheitlichen Qualitätskriterien für die Arbeit aller  Mehrgenerationshäuser,  die aus einem Bundesprogramm gefördert werden.  Dieser Katalog soll auch dazu beitragen, dass das Konzept der Mehrgenerationenhäuser auf andere Einrichtungen transferiert werden kann. Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte und Anlaufstellen für alle Menschen – unabhängig vom  Alter, ihrer Herkunft oder sozialen Situation.

Die Parchimerin weiß nur zu gut, wovon die Rede ist: 1989 gehörte sie gemeinsam mit engagierten Mitstreitern zu den Initiatoren einer Bürgerinitiative in ihrem Wohngebiet, aus der 1991 der Verein Bürgerkomitee Südstadt hervorgegangen ist. Zunächst als Vorsitzende, seit 1993 als hauptamtliche Einrichtungs- bzw. Projektleiterin galt sie im Club als der Fels in der Brandung. Und das ist sie auch heute noch – im Ehrenamt, das für sie zum Vollzeitjob geworden ist. Dabei könnte sie sich längst ins wohlverdiente Privatleben zurückziehen. Doch sie bringt es nicht fertig, ihr „Baby“ im Stich zu lassen, nachdem das Haus bereits über einen längeren Zeitraum einen Personalengpass zu überbrücken hat.

Multifunktional wurde im Club am Südring schon immer gearbeitet. Unter einem Dach konzentriert der Verein als Träger der freien Jugendhilfe Angebote für Jung und Alt, für Familien sowie Arbeitsgruppen, die unterschiedliche Interessen ansprechen. Feste Säule sind Projekte für Schüler und Jugendliche insbesondere auf umweltpädagogischem Gebiet sowie in den Bereichen gesunde Ernährung und Bewegung. „Wir sehen uns als Mehrgenerationenhaus der ersten Stunde“, bekräftigt Karin Gruhlke selbstbewusst. Die Ergebnisse des Projektteams und damit auch die Anregungen der Parchimer Einrichtung sollen Ende 2018 auf einer Bundesfachkonferenz vorgestellt werden.

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