Ziegendorf : Christstollen krönen Bäckerleben

Zum letzten Mal schiebt Wolfgang Mohr die Stollenrohlinge in den mit Steinherdplatten bestückten und mit Öl befeuerten Backofen.
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Zum letzten Mal schiebt Wolfgang Mohr die Stollenrohlinge in den mit Steinherdplatten bestückten und mit Öl befeuerten Backofen.

Bäckermeister Wolfgang Mohr stolz auf 25 „Gold-Stollen“. Kunden sind am 1. Advent zum großen Stollentag ins Saturn-Zimmer eingeladen

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10. November 2015, 15:10 Uhr

Auf der „Beute“ geht es an diesem Morgen zur Sache. Auf dem hölzerner Arbeitstisch mit dem originellen Namen, den schon Wolfgang Mohrs Großvater vor 106 Jahren benutzte, bekommen die Stollen ihren Schliff. Aus der Teigmasse, die zuvor nach uralten Rezepten von Oma Luise mit edlen Zutaten und geheimnisvollen Ritualien entstand, entnimmt der Meister zielgenau 750-Gramm-Stücke, die auf der Waage noch einmal kontrolliert werden. Mohr hat zwar schon in der Lehre vor fast fünf Jahrzehnten erfahren „Augenmaß und Handgewicht ist des Bäckers erste Pflicht“, doch Kontrolle ist Vorschrift. Mit Manneskraft werden die Teigballen gewirkt und wie seit Jahrhunderten länglich geformt.

Die Stollenbäckerei läuft bei Wolfgang Mohr routiniert ab wie seit Jahrzehnten. Und doch ist es diesmal etwas Besonderes. Dem Meister fällt es schwer, darüber zu reden: „Es ist definitiv das letzte Mal. Dann geht es in den Ruhestand“. Von seinen Kunden, die ihm seit Jahren die Treue halten, will er sich auf ganz besondere Weise verabschieden.

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