Großeinsatz : Chemiebrand: Evakuierung in Rom

Die Einsatzkräfte hatten das Feuer recht zügig unter Kontrolle.
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Die Einsatzkräfte hatten das Feuer recht zügig unter Kontrolle.

Großeinsatz auf dem Gelände von Entsorgungsfirma. Einwohner vom Gartenweg mussten ihre Häuser verlassen

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12. August 2015, 17:50 Uhr

Chemiebrand mit dramatischen Folgen in Rom: Am Mittwochabend wurden Einwohner vom Gartenweg aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Es bestand die Gefahr, dass sie giftige Gase einatmen, die aus der Kanalisation aufsteigen. Das waren die Folgen eines Feuers in einem Zwischenlager für chemische Abfälle in Rom. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Eine tief schwarze Wolke war am Nachmittag über Rom zu sehen: Ein Feuer auf dem Betriebsgelände des Entsorgers Alba sorgte für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz. Die Kameraden der freiwilligen Wehren aus Parchim, Rom und Stralendorf hatten den Brand selbst schnell unter Kontrolle. Doch zum Abend wurden immer neue Rettungskräfte angefordert. Die Situation spitzte sich zu.

„Es können Chemikalien unterschiedlicher Art sein“, sagte Parchims Wehrführer Bernd Schröder während der Löscharbeiten. Nach späteren Erkenntnissen lagerten hier Säuren, Basen und Lösungsmittel. Die Feuerwehrleute gingen dem Brandherd von mehreren Seiten mit Wasser und Schaum zu Leibe. Mehrere Behälter mit Chemie hatten Feuer gefangen. Dabei war das Feuer auch auf eine Lagerhalle übergesprungen. Nur unter Vollschutz konnten die Einsatzkräfte darin agieren.

Großeinsatz auch für die Polizei. Fred Küken, stellvertretende Parchimer Revierleiter, konnte auf zusätzliche Hilfe der Diensthundestaffel bauen, die in der Region zur Übung war. Sie stand bereit, um die Bundesstraße abzusperren. So weit kam es nicht. Doch die Funkstreifen der Polizei fuhren durch die angrenzenden Dörfer, um zu erkunden, ob eine Gefahrensituation entstanden ist. „Wir können noch nicht sagen, was in der Luft ist“, so Küken.

Messungen ergaben später: Es ist gefährlich. Feuerwehrleute forderten Anwohner in der Gartenstraße auf, ihre Fenster zu schließen. Nach einem Hin und Her wurde schließlich entschieden, die Bürger werden in das Gemeindehaus evakuiert. Ein Anlieger nahm diese Nachricht gelassen: „Ich fahre zu meinen Kindern nach Parchim.“

Das Problem am Gartenweg: Hier führt ein Regenwasserkanal lang. Über ihn war offenbar belastetes Löschwasser geflossen und durch die Schächte strömten Gase aus. Am Abend wurde der Ablauf gestoppt.

„Dem beherzten Einsatz der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Ursache muss jetzt noch ermittelt werden, hier werden wir Polizei und Staatsanwaltschaft so gut wir können unterstützen“, erklärte Alba-Geschäftsführer Ralf Drexler .

Die Polizei ermittelt zu den Ursachen des Feuers. Im vergangenen Herbst hatten auf dem Gelände zweimal Container mit Schadstoffen gebrannt.

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