Tenor begeistert Publikum in Mestliner Dorfkirche : Casapietra sorgt für Schrecksekunde

Tenor Björn Casapietra und Pianistin Sibylle BrineMichael-Günther Bölsche
1 von 2
Tenor Björn Casapietra und Pianistin Sibylle BrineMichael-Günther Bölsche

Startenor Björn Casapietra hat sein Publikum in Mestlin begeistert. Mit einem Sprung an den Kronleuchter verletzte sich der Künstler und sorgte für eine Schrecksekunde.

von
17. September 2012, 09:16 Uhr

Mestlin | Nur mit zusätzlichen Stühlen gelang es, jedem der Musikliebhaber, die den bekannte Tenor und Schauspieler Björn Casapietra am Sonnabend einmal live erleben wollten, in der Kirche einen Sitzplatz anzubieten. Und dieses Konzert dürfte Zuhörern wie Tenor nicht nur aufgrund des musikalischen Genusses noch lange in Erinnerung bleiben.

Im zweiten Teil seines Konzerts sorgte Björn Casapietra für eine Schrecksekunde. Im Takt zu "O sole mio" hüpfte der Sänger derart in die Höhe, dass er mit seinem Kopf die untere Spitze des Kronleuchters berührte. Das Publikum hielt den Atem an und reichte ihm Taschentücher, mit dem der Tenor die stark blutende Wunde stillen konnte. Dann die Erleichterung: "Es ist nur eine Platzwunde, weiter nichts", rief er den geschockten Gästen zu und sang weiter. Nach der Zugabe sah sich die Mestliner Ärztin Gudrun Schuldt erst einmal die Wunde an, bevor der Profi auch noch die versprochenen Autogramme schrieb.

Fast zwei Stunden sang Casapietra Balladen sowie irische, spanische und italienische Volkslieder. Zwischendurch erzählte er kleine Geschichten über die Lieder. Schließlich müsse er als "halber Sachse und halber Italiener" viel reden. So wurde schnell eine Brücke zwischen Publikum, Künstler und seinen Liedern geschlossen. Die Freunde seiner Musik waren beeindruckt, wie er in der romantischen Ballade "Vaters Lied (Voce dal Cuore) seinem Vater, dem verstorbenen Dirigenten der Dresdener Philharmonie Prof. Herbert Kegel, ein musikalisches Denkmal setzte.

Gleich danach folgte ein weiterer Höhepunkt mit dem Lied "Niente e per sempre". Dies ist die italienische Fassung des Hits von Dirk Michaelis "Als ich fortging". Dafür habe er sich die ausdrückliche Zustimmung von Michaelis eingeholt. "Dieses Lied aus der untergegangenen DDR ist eine Art Nationalhymne der Wendezeit", meinte er und bekam Applaus des Publikums. Nach den noch eher leiseren und romantischeren Tönen im ersten Teil des Konzertes bestimmten im zweiten Teil rockigere Tenortöne den Auftritt.

Begleitet wurde der Tenor, der auch als Schauspieler (u.a. "Unter uns", "Forsthaus Falkenau", "Die Rosenheim-Cops") einem breiten Publikum bekannt ist, von der Schweizer Musikerin Sibylle Brine am Flügel. "Sie ist die weltbeste Pianistin und seit Jahren meine ständige musikalische Begleitung, sie hat eine wunderbare Stimme und sie ist die schlechteste Beifahrerin", stellte Casapietra seine Begleiterin dem Publikum vor. Gemeinsam sangen sie im Duett unter anderem "Where the wild roses grow" (Lied der australischen Band Nick Cave and the Bad Seeds im Duett mit Kylie Minogue aus dem Jahr 1995). Auch Brines Solo "Chopin" war wie das gesamte Konzert in der kleinen Mestliner Dorfkirche ein besonderer Ohrenschmaus.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 75.000 Schüler und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen