Südbahn : Busbetrieb ist für Tag X vorbereitet

Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim könnte ab 14. Dezember die Bahnverbindung Parchim-Malchow bedienen

svz.de von
01. Dezember 2014, 12:13 Uhr

Nicht wenige Kommunalpolitiker hoffen, die Südbahn Parchim - Malchow noch retten zu können. Sollte das nicht klappen, kann die kreiseigene Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim VLP zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember den Busbetrieb gewährleisten? Diese Frage vieler Leser beantwort Christian Rosenkranz, Aufsichtsratsvorsitzender der VLP, mit einem klaren Ja: „Wir haben Fahrer, Busse, Haltestellen und einen Fahrplan.“

Eine entsprechende Konzession für zwei Linien hat das Unternehmen bereits beim Land beantragt und mit dem Nachbarkreis Mecklenburgische Seenplatte abgestimmt. Das betrifft die Linie 77, die von Parchim über Lübz und Plau nach Malchow fährt und die Linie 78, die als Zubringer von Lübz über Passow, Gallin und Broock wieder nach Lübz führt.

Viele Haltestellen seien bereits so eingerichtet, dass die Niederflurbusse der VLP sich dort absenken könnten. Damit sei eine barrierefreie Beförderung möglich, so Rosenkranz. Egal wie die Südbahn-Zukunft aussehe, der kreisliche Busbetrieb sei verpflichtet gewesen, die nötigen Vorbereitungen zu treffen: „Das erwarten die Menschen von uns.“

Der Aufsichtsratschef Rosenkranz hat also eine neutrale, professionelle Haltung. Das CDU-Kreistagsmitglied Christian Rosenkranz macht allerdings klar: „Als Neustadt-Glewer Kreistagsmitglied bin ich ein Verfechter der Eisenbahnlösung. Noch etwas: Wenn die bedauernswerte Politik des Landes eines Tages auch die Strecke nach Neustadt stilllegen sollte, so sind wir vielleicht eines Tages auf die Hilfe der Lübzer, Plauer und Parchimer angewiesen. Wenn Infrastruktur erst verschwindet, kommt sie nicht wieder.“

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