Parchim : Bürgerstiftung macht Kinder stark

So strahlen Kinder, die ihr Selbstsicherheitstraining absolviert und zur Belohnung den Parchimer Kinderpass erhalten haben. Mit der Klasse 2b aus der Grundschule West freuten sich mit: Mario Lübke vom Projekt „Klasse mit Köpfchen“, Schulleiterin Ines Plettner, Mario Heins vom Projektteam, Karin Peters und Gudrun Teichmann von der Parchimer Bürgerstiftung (Hintergrund v. l. n. r.) . Fotos: Christiane Großmann
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So strahlen Kinder, die ihr Selbstsicherheitstraining absolviert und zur Belohnung den Parchimer Kinderpass erhalten haben. Mit der Klasse 2b aus der Grundschule West freuten sich mit: Mario Lübke vom Projekt „Klasse mit Köpfchen“, Schulleiterin Ines Plettner, Mario Heins vom Projektteam, Karin Peters und Gudrun Teichmann von der Parchimer Bürgerstiftung (Hintergrund v. l. n. r.) . Fotos: Christiane Großmann

200 Zweitklässler in Parchimer Schulen besuchen ein Selbstsicherheitstraining. Projekt läuft kontinuierlich seit zehn Jahren.

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26. November 2017, 22:25 Uhr

Bis zu den Weihnachtsferien werden erneut etwa 200 Zweitklässler aller Parchimer Schulen ein mehrere Unterrichtsstunden umfassendes Selbstsicherheitstraining unter professioneller Anleitung absolviert haben. Die Schulung mit dem Team um Mario Lübke von der Initiative „Klasse mit Köpfchen“ ermöglicht die Parchimer Bürgerstiftung mittlerweile das zehnte (!) Jahr in Folge allen Kindern dieser Altersstufe. Davon profitierten in diesen Tagen auch ca. 60 Schüler aus der Grundschule West. Felbija, Nicolas, Lucas, Felix sowie ihre Klassenkameraden aus der 2b durften zum Beispiel am Freitag ihre Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme entgegennehmen. Das war auch für Schulleiterin Ines Plettner ein ganz wichtiger Termin: Sie schaute persönlich in der Klasse vorbei, um jedem Kind zu gratulieren. Und von der Bürgerstiftung gab es zur Belohnung den Parchimer Kinderpass.

Mit diesem „Bonusheft“ möchte die Parchimer Bürgerstiftung einen Anreiz für Grundschüler schaffen, aktiv zu sein und die sich bietenden Möglichkeiten in der Stadt zu nutzen. Stempel „kassieren“ können Kinder zum Beispiel, wenn sie regelmäßig Sport treiben, beim Dammer Eldelauf an den Start gehen oder schwimmen gelernt haben. Wer Vorlesungen der Parchimer Nachwuchsakademie oder die Musikschule besucht, in einer Jugendfeuerwehr mitmacht, mit der Schulklasse oder der Familie ins Theater geht oder sich in der Bibliothek mit Lesefutter versorgt, kann ebenfalls das Stempelkonto erhöhen. „Wer zehn, 20, 30 oder 40 Stempel zusammen hat, wird mit einem kleinen Geschenk belohnt. Mehr verrate ich nicht. Denn was es ist, soll eine Überraschung bleiben“, spornte Gudrun Teichmann die Zweitklässler an. Bei ihr laufen seit langem die organisatorischen Fäden für das Selbstsicherheitstraining aller in Parchim lernenden Zweitklässler zusammen. Damit ist Gudrun Teichmann eine von vielen Einwohnern dieser Stadt, die der Bürgerstiftung etwas schenken, was mit Geld nicht aufzuwiegen ist: wertvolle Zeit. Denn alles, was die Stiftung auf die Beine stellt, geschieht ausschließlich im Ehrenamt. Vor gut zwei Jahren konnte Gudrun Teichmann auch ihre ehemalige Kollegin Karin Peters als Zeitstifterin gewinnen. Und die wiederum hat längst ihren Mann Werner Peters mit ihrer Begeisterung für die gute Sache angesteckt. Gudrun Teichmann und Karin Peters halten u. a. für die Stiftung die Verbindung zur Adolf-Diesterweg-Schule. Am letzten Mittwoch eines Monats sind sie für eineinhalb Stunden auf dem Mönchhof anzutreffen, damit Schüler sich ihre Stempel nachtragen lassen oder die verdienten Überraschungen in Empfang nehmen können.

Fleißig auf Stempeljagd gehen künftig ebenfalls Felbija, Lucas, Felix und ihre Klassenkameraden aus der Grundschule West. Wenn sie genauso ehrgeizig sind wie ihre Vorgänger, tragen auch sie eines Tages die Goldmedaille als Super-Parchimer. Das ist die höchste Auszeichnung, die die Parchimer Bürgerstiftung für Grundschüler vergibt. Geehrt werden damit Jungen und Mädchen, die 50 Stempel in ihrem Kinderpass haben. Zum Stadtfest im Frühjahr konnten 17 Kinder aus den drei städtischen Grundschulen das begehrte Edelmetall entgegen nehmen. Den jüngsten Stempel hatten sie sich nur Minuten vorher beim Frühlingslauf durch die Innenstadt gesichert. Eine Viertklässlerin bekam damals sogar die zweite Medaille, denn sie hatte sage und schreibe 100 Stempel gesammelt. Diese Super-Parchimerin lernte übrigens bis zum Sommer an der Grundschule West.

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