Energiewende : Bürger beim Netzausbau stärker beteiligt

Beim Rundgang durchs Umspannwerk: Andreas Haak, GF der Wemag Netz GmbH, Karsten Schiller, Leiter des Bereichs Hochspannung der Wemag, Energieminister Christian Pegel und Thomas Pätzold, Vorstand der Wemag AG (v.l.n.r.)
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Beim Rundgang durchs Umspannwerk: Andreas Haak, GF der Wemag Netz GmbH, Karsten Schiller, Leiter des Bereichs Hochspannung der Wemag, Energieminister Christian Pegel und Thomas Pätzold, Vorstand der Wemag AG (v.l.n.r.)

Energieminister Christian Pegel besucht Umspannwerk Parchim-Süd / Wemag für mehr Transparenz

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23. Juli 2014, 16:45 Uhr

Das Umspannwerk Parchim Süd steht kurz vor der Fertigstellung: Davon hat sich Energieminister Christian Pegel gestern während seiner Sommertour überzeugt. „Der Bau des neuen Umspannwerkes ist notwendig geworden, weil durch den Zubau der erneuerbaren Energie, hier in der Region vor allem Windenergie, im Netzgebiet der Wemag die Aufnahmekapazität des 110-kV-Verteilnetzes nicht mehr ausreicht. Wir schaffen damit eine deutlich höhere Kapazität für die Aufnahme regenerativer Energie in dieser Schwerpunktregion“, so Andreas Haak, Geschäftsführer der Wemag Netz GmbH.

Das neue Umspannwerk ist ein Gemeinschaftsprojekt des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz Transmission GmbH und des Verteilnetzbetreibers WEMAG Netz GmbH und wird nach seiner Fertigstellung von beiden Energieunternehmen gemeinsam betrieben (wir berichteten). Es wird an die 220-kV-Leitung zwischen Güstrow und Wolmirstedt bei Magdeburg angeschlossen. Mit dem Umspannwerk, wird ein wichtiger Aufnahmepunkt im Norden geschaffen, um die hohen Strommengen aus Wind und Sonne verlustarm in den süd- und westdeutschen Raum transportieren zu können. „Wenn Parchim-Süd komplett fertig ist, werden auch die Räder im benachbarten Windpark nicht mehr stillstehen“, ist sich Wemag-Vorstand Thomas Pätzold sicher.

„In der vergangenen Woche wurden bereits zwei Hochspannungsleitungen, eine aus Schwerin kommend und eine aus der Richtung Lübz, im Umspannwerk angeschlossen sowie die 110-kV-Schaltanlage in Betrieb genommen“, berichtet Karsten Schiller, Leiter des Bereiches für Hochspannung bei der Wemag. Die Wemag investiert rund neun Millionen Euro.

Energieminister Christian Pegel und Netz-Chef Andreas Haak haben vor Ort eine Vereinbarung für Transparenz bei Netzausbauvorhaben im Hochspannungsfreileitungsbau unterzeichnet. Die fünf vereinbarten Maßnahmen, die von der Offenlegung der Antragsunterlagen bis hin zu der barrierefreien und verständlichen Aufbereitung der Projekte reichen, sollen die Akzeptanz und das Vertrauen sowie in den für die Umsetzung der Energiewende erforderlichen Netzausbau bei Bürgern stärken. „Das Verständnis für Infrastrukturprojekte ist nicht selbstverständlich“, so Andreas Haak.


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