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Parchimer Zeitung

18. Oktober 2017 | 15:14 Uhr

Brüchig, löchrig, rissig

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jun.2011 | 04:27 Uhr

Domsühl | Was eine Biogasanlage und eine klapprige Kreisstraße verbindet? Noch nichts! Aber das könnte sich schon sehr bald ändern. Zu bald, fürchtet Domsühls Bürgermeister Heinz Ullmann. Seit Jahren sieht er mit Sorge, wie die K 19 zwischen der Kreuzung B 321 und Grebbin unter dem zunehmenden Verkehr und immer mehr Schwerlastverkehr zerfahren wird. Schuld, sagt er, seien die vielen Laster, die Betonbruch von Dreescher Baustellen zum Kieswerk Dargelütz fahren bzw. Kiestransporte in umgekehrter Richtung. "Kaum ein Meter auf der knapp 3.50 Meter breiten Straße, der nicht schon mal geflickt worden ist", sagt der Bürgermeister. Beinahe Jahr für Jahr und wie immer durch die Kreisstraßenmeisterei. Doch wieder und wieder machen neue Risse die Schwarzdecke brüchig, klaffen in der Ortslage Hof Bergrade tiefe Löcher, sind die Straßenränder ausgefranst. "Irgendwann in den 50er Jahren war hier auf altes Kopfsteinpflaster Asphalt aufgebracht worden", erinnert Ullmann und bringt es auf den Punkt: "Die K 19 hat zu DDR-Verhaältnissen womöglich ausgereicht, für heutige Anforderungen ist sie einfach nicht gemacht."

Für die Gemeinde Domsühl ist die K 19 schlicht die Verbindung zwischen zwei Punkten. Finanziell hat sie keine Aktien an diesem Fass ohne Boden. Nein, das Problem liegt woanders: Da ist einerseits weder eine Umleitungsalternative, die den Transportern laut Ullmann über gut ausgebaute Landesstraßen von Schwerin aus über Crivitz, Parchim, Wozinkel nach Dargelütz angeboten werden und die 19 entlasten könnte. Noch ist da Hoffnung auf einen zeitnahen Ausbau der Kreisstraße. Da ist aber andererseits ein rechtskräftiger B-Plan, der an der Gemarkungsgrenze zu Parchim den Bau einer Biogas- und einer Schweinemastanlage avisiert. "Soweit wir informiert sind, läuft für die Biogasanlage jetzt die öffentliche Beteiligung", sagt Ullmann und mag sich gar nicht vorstellen, was nach ihrer Errichtung auf der K 19 los sein wird: "Definitiv bedeutet das noch sehr viel mehr Schwerlastverkehr als bisher." Käme dann auch noch die Schweinemastanlage, befürchtet er für die Straße und die Anwohner von Bergrade schlimmstes. Ullmann kritisiert aber noch einen anderen Umstand. Industrieanlagen wie die oben genannten dürfen erst dann errichtet werden, wenn die Erschließung gesichert ist. "Und da kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, dass die klapprige, desolate Straße als Erschließungsstraßen anerkannt wird", schimpft Ullmann. Was er dabei als Frechheit emkpfindet , ist der Umstand, dass die Straße ab der Grebbiner Kreuzung für Fahrzeuge über 18 Tonnen gesperrt ist. "Auf Parchimer Gemarkung sollen die Anlagen gebaut werden, aber der gamze Verkehrt rollt über die K19", kritisiert er.

Wann es soweit sein könnte ist noch nicht klar. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Schwerin, das genehmigende Behörde für bei Anlagen ist, erklärte auf Nachfrage, dass für die Schweinemast noch kein Antrag gestelltund für die Biogasanlage noch keine Entscgeidung gefält ist.

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