Parchim : Blumen für die Schatzmeisterin

Fördervereins-Vorsitzender Dr. Manfred Arndt bedankt sich bei Heike Ringhand, die seit zehn Jahren professionell und zuverlässig die Finanzen verwaltet.
Fördervereins-Vorsitzender Dr. Manfred Arndt bedankt sich bei Heike Ringhand, die seit zehn Jahren professionell und zuverlässig die Finanzen verwaltet.

Heike Ringhand verwaltet seit 10 Jahren Finanzen des Fördervereins St. Georgenkirche, Verein steuerte 391 346 Euro zur Sanierung bei.

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23. Januar 2018, 05:00 Uhr

Ein bescheidener Dank, der von Herzen kommt: Mit einem Blumenstrauß revanchierte sich der Vorsitzende des Fördervereins St. Georgenkirche, Dr. Manfred Arndt, auf der Jahreshauptversammlung bei Heike Ringhand. Sie gehört seit der Gründung des Fördervereins am 24. Januar 2008 dem geschäftsführenden Vorstand an und hütet als Schatzmeisterin professionell die Finanzen. Zu ihrem Ehrenamt kam die gebürtige Parchimerin damals durch ihre Kinder, die beide in der Kirchengemeinde aktiv waren, bevor sie zum Studium gingen: Tochter Madlen im Posaunenchor, Sohn René im Posaunenchor und im Kirchengemeinderat. Er war es auch, der seine Mutter zur Gründungsversammlung des Vereins einlud und sie darauf „vorbereitete“, dass jemand für die Finanzen gebraucht wird.

Seitdem füllt Heike Ringhand ihr Ehrenamt im Vorstand mit sehr viel Freude an der Sache, Umsicht und fachlicher Kompetenz aus. Auch beruflich dreht sich bei ihr übrigens alles um den Euro: Heike Ringhand arbeitet als Finanzbuchhalterin beim gemeinnützigen Diakoniewerk Kloster Dobbertin.

Im vergangenen Jahr brachte der Förderverein Eigenmittel in Höhe von 50 370 Euro auf, um die Gesamtbausumme für den 2017er Bauabschnitt von etwa 601 000 Euro absichern zu helfen. Insgesamt habe der Verein zur Innenraumsanierung der Perle der Backsteingotik bisher 109 370 Euro beigetragen, resümierte Manfred Arndt in seinem Rechenschaftsbericht. Hintergrund: Die beiden Bauabschnitte 2016 (südliches Seitenschiff mit Winterkirche) und 2017 (Sanierung des nördlichen Seitenschiffes und des Chorumganges sowie die Restaurierung der Vorhangmalerei im Chorumgang) wurden als ein Bauabschnitt gebündelt. Das Kostenvolumen belief sich zusammen bis dato auf nahezu 900 000 Euro.

Enthalten sind im Fördervereins-Anteil des vergangenen Jahres auch 20 000 Euro von der Marlis Kressner Stiftung. Diese bundesweit, überwiegend in den neuen Ländern tätige Stiftung unterstützt den Parchimer Förderverein seit 2009 regelmäßig mit bedeutenden Summen. Verlässlich bauen darf der Verein ebenfalls auf die Carl und Paula Niemannstiftung. Mit ihrer großzügigen Zuwendung konnte in erster Linie die Restaurierung der Vorhangmalerei bezahlt werden.

Wie planvoll mit jedem gestifteten Euro umgegangen wird, davon konnte sich der Vorstandsvorsitzende der Marlis Kressner Stiftung, Dr. Horst Sollich, einmal mehr bei seinem jüngsten Besuch in Parchim überzeugen: Als Ehrenmitglied im Förderverein nahm er auch diesmal wieder gemeinsam mit seiner Frau Anne-Marie Sollich den Weg von Wolfsburg auf sich, um bei der Jahresversammlung dabei zu sein. Angetan zeigte er sich aber nicht nur vom Ergebnis einer weiteren vollbrachten Bauetappe, sondern ebenso vom kulturellen Rahmen des Nachmittags im Zeichen des zehnjährigen Fördervereins-Jubiläums. Der Frauenchor der Kreismusikschule „Die Herzensschönen“ unter Leitung von Doreen v. Berg beeindruckte mit einem breit gefächerten Repertoire im Kirchencafé. Die Geburtstagstorte fürs Kuchenbüfett hatte übrigens Schatzmeisterin Heike Ringhand kreiert.

Die Baupause in diesem Jahr wird der Förderverein St. Georgenkirche intensiv nutzen, um eisern für 2019 zu sparen. Dann stehen das Hauptschiff mit dem Deckengewölbe als Blickfang, die beiden Anbauten und der Turmeingangsbereich auf der Agenda. „Wir sind sicher, dass wir als Förderverein wieder unseren Beitrag leisten werden“, blickt Manfred Arndt voraus. St. Georgenpastor Peter Stockmann weiß nur zu gut, was er an „seinem“ Förderverein hat: „Wir würden es alleine nicht stemmen“, gesteht der Pastor. Seit 1996 haben zunächst der Orgel-, seit 2002 der Glocken- und seit 2008 der jetzige Förderverein insgesamt 597 346 Euro für den Erhalt der Perle auf der europäischen Route der Backsteingotik und ihrer Ausstattung zur Verfügung gestellt. Die größte Einzelspende 2017 betrug 5000 Euro – überwiesen wiederum von einer seit Jahren treuen Gönnerin, die anonym bleiben möchte.

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