zur Navigation springen

Baustellen : Bisher keine Verzögerung in Siggelkow

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Arbeiten an der Kreisstraße 122 laufen. Brücke in der Lewitz bei Friedrichsmoor mit Verspätung wieder befahrbar. Im September Start für neue Bauprojekte.

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Die Arbeiten beim Ausbau der Kreisstraße 122 in Siggelkow gehen gut voran. „Wir liegen voll im Plan“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim Hans-Georg Zwang. Allerdings kann er nicht dafür garantieren, dass es so bleibt: „Wir bauen nicht in einer Werkhalle ein standardisiertes Auto.“ Vor Überraschungen sei man beim Straßenbau nie gefeit. Sei es wegen Verzögerungen durch das Wetter oder weil wider vorheriger Recherchen Leitungen im Weg sind, die erst durch deren Träger umverlegt werden müssen. Oder aber, weil die Bauleute unter der Erde unerwartet auf eine Torflinse stoßen.

Bisher ist von allen solchen Widrigkeiten aber in Siggelkow nichts aufgetaucht. Am 24. Juli begannen die Arbeiten, sagt Hans-Georg Zwang. Am 23. Oktober sollen sie abgeschlossen sein. Rund 460 000 Euro kostet der Straßenbau. Davon werden 277 000 Euro durch das Land gefördert, so Zwang.

Positiv für das Bauprojekt sei, dass das Land bereits die Landesstraße 09 im Ort ausgebaut hat. Dabei wurde auch in der Kreisstraße der Punkt gesetzt, wo jetzt die Entwässerung angeschlossen werden kann.

Gebaut wird in Siggelkow unter Vollsperrung der Straße in Richtung Suckow. Das bedeutet für die Bürger, die hier ihre Häuser haben, starke Einschränkungen. Doch es klappe recht gut, mit den Anwohnern einen Konsens zu finden, ist Zwang optimistisch. Der Ausbau der Straße wurde Zeit, ist sich der Fachbereichsleiter bewusst. Die Siggelkower hätten lange darauf gewartet.

Wie ein Bauplan durcheinander geraten kann, wurde erst kürzlich bei einer anderen Baustelle in der Region deutlich: an der Straße durch die Lewitz zwischen Friedrichsmoor und Goldenstädt. Hier gab es bei Arbeiten an einer Brücke einen langen Zeitverzug. Der Landkreis hat die Kupferschlackensteine, die an den Rampen zur Brücke eingebaut waren, komplett aufgenommen. Auch die Brücke selbst wurde mit einer neuen Asphalt- und einer Deckschicht ausgestattet.

Doch als die alte Fahrbahn aufgerissen war, stellte sich heraus, dass das Problem über der Brücke tiefer lag. Eine Betonschutzschicht war teilweise zerbröselt. Sie und mit ihr eine weitere Dichtungsschicht, die verhindern soll, dass Feuchtigkeit in die eigentliche Brückenkonstruktion eindringt, mussten zusätzlich erneuert werden. Das führte zu enormem Zeitverzug. Die Brücke und damit die Straße durch die Lewitz konnten erst einen Monat später, nämlich am 4. August, wieder für den Autoverkehr frei gegeben werden.

Der Landkreis gibt in diesem Jahr für Investitionen und Unterhaltungen seiner Straßen rund sechs Millionen Euro aus. Einige Bauprojekte starten im September. (Mehr erfahren Sie in unserer Printausgabe und im E-Paper)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen