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Infotag für Berufsstarter : Beruf mit Perspektive in der Region

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Backofenbau GmbH setzt langfristig auf Fachkräftenachwuchs aus der eigenen Schule

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Wenn Norman Blum Mitte Februar in die praktische Abschlussprüfung geht, ist ihm schon eines sicher: Mit bestandener Prüfung bekommt er einen festen Arbeitsvertrag mit der Backofenbau GmbH Parchim. In dem in zweiter Generation familiengeführten Mecklenburgischen Traditionsbetrieb hat der 24-Jährige in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren seine Ausbildung zum Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik absolviert. Ein Berufsziel, auf das seit Dezember 2016 auch Lászlo Dencs (19) sowie Max Fesser aus dem zweiten Lehrjahr hinarbeiten.

Max Fesser fand in der zehnten Klasse über ein Praktikum zu seinem heutigen Ausbildungsbetrieb. Der 18-Jährige aus Crivitz ging die Gestaltung seiner beruflichen Zukunft bewusst an und testete sich auch in anderen Bereichen aus. Das hat sich gelohnt. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Berufswahl“, bekräftigt Max Fesser und begründet es so: „Das Handwerkliche ist mein Ding. Mir gefällt an meiner Arbeit, dass man am Ende ein konkretes Ergebnis sieht.“

Künftige Schulabgänger, die mehr über den Beruf des Metallbauers in der Fachrichtung Konstruktionstechnik wissen möchten, können Max Fesser, seinen Chef Sven Mierach und Produktionsleiter Holger Kluge am Sonnabend dieser Woche auch direkt ansprechen – von 9 bis 12 Uhr im Rahmen des Berufsstartertages von AOK Nordost und VR-Bank eG in der Parchimer Stadthalle. Die Backofenbau GmbH gehört zu den rund 70 teilnehmenden Unternehmen vorwiegend aus der Region, die sich den Jugendlichen empfehlen wollen – als Ausbildungsbetrieb, als einheimische Firma, die Perspektiven vor Ort bietet, als Traditionsbetrieb, der seine langjährigen Erfahrungen insbesondere auf dem Gebiet des Sondermaschinenbaus an die Jugend weitergibt und damit den eigenen Fachkräftenachwuchs für die nächste Generation sichert.

Kein heute noch in der Kreisstadt produzierender Industriebetrieb kann eine Geschichte vorweisen, die so weit zurückreicht, wie der Backofenbau - nämlich bis ins Jahr 1874. „Wir sind bestrebt, alle Auszubildenden mit entsprechenden Leistungen zu übernehmen und bieten unseren Facharbeitern die Möglichkeit, sich weiter zu spezialisieren, z. B. im Bereich Montage oder Schweißen“, unterstreicht Sven Mierach. Im Sommer 2017 möchte das 23 -köpfige Team wieder einem Schulabgänger die Chance geben, einen Beruf mit Zukunft von der Pike auf zu lernen und damit langfristig in das Unternehmen hineinzuwachsen. Als Einstand werden ein guter Realschulabschluss, handwerkliches Geschick, Teamgeist und ehrliches Interesse an der Arbeit erwartet. Wer das vorher schon in einem Praktikum unter Beweis gestellt hat, hat richtig gute Karten. Parallel dazu hat das Unternehmen seine Fühler nach weiteren Fachkräften zur Verstärkung des Teams ausgestreckt: Elektriker, Mechatroniker, Metallbauer und Schweißer können gern ihre Bewerbung im Büro abgeben. Mit ihrer Unternehmensphilosophie „Tradition trifft Innovation“ erarbeiteten sich die Parchimer als vergleichsweise kleines Unternehmen ein festes Standbein in der großen Ofenwelt. Derzeit werden am Bleichertannenweg gerade wieder 14 Öfen für den handwerklichen Bäckereibetrieb gebaut.

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