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Mestlin : Beim Starkregen stand Keller voll Wasser

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Dauerstress für die Feuerwehren der Region: In Mestlin wurde Wasser aus Gebäude gepumpt. In einigen Orten verloren Bäume ihren Halt und stürzten um.

von
erstellt am 30.Jun.2017 | 21:00 Uhr

Der starke Regen bescherte Feuerwehrleuten der Region Stress. Am Donnerstag gegen 23.20 Uhr heulten in Mestlin die Sirenen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wurden zu einem vollgelaufenen Keller in die Lindenstraße gerufen. Monika Neumann lebt hier. Sie war verständlicherweise etwas aufgeregt, schien das Wasser doch noch immer zu steigen. Mit zwei Pumpen wurde das Wasser aus dem Gebäude auf die nahe Wiese gepumpt. „Doch vorne raus gepumpt und hinten lief es wieder rein“, erzählte Wehrleiter Denis Schirmer.

In der Parchimer Straße, Höhe der Einmündung zur Lindenstraße wurden der Regenwasser- und der Schmutzwasserkanalschacht geöffnet. Während der Regenwasserkanal normal gefüllt war, war der Schmutzwasserkanal übervoll. „Hier haben wir zur Entlastung das Wasser raus gepumpt auf eine nahe Wiese“, so Schirmer. Nach rund drei Stunden war dieser Einsatz beendet. Gegen 5.40 Uhr rief die Sirene die Mestliner erneut in die Lindenstraße. Wieder war der gleiche Keller voll, „sogar der Kühlschrank schwimmt jetzt“, erzählte Monika Neumann. Es folgte das gleiche Procedere wie in der Nacht.

Wie ist das möglich? Mestlin hat doch in den Jahren 2010/2011 neue und getrennte Leitungen erhalten. Auf Nachfrage beim Wasser- und Abwasserzweckverband sagte Geschäftsführer Lothar Brockmann, dass im Schmutzwasserkanal eigentlich kein Regenwasser sein dürfte. Zwei Phänomenen könnten die Ursache sein. „Einmal könnte so viel Wasser gekommen sein, dass es die Gullys nicht schafften und so das Wasser auf der Straße in den anderen Kanal läuft. Immerhin waren es im Verbandsgebiet rund 80 Liter im Durchschnitt je Quadratmeter“, sagt Brockmann. Dann aber hätte der Regenkanal auch voll sein müssen und das war nicht der Fall. „Entweder ist irgendwo etwas falsch geklemmt oder aber es wurde irgendwo von irgendwem Regenwasser in den Schmutzwasserkanal eingeleitet – und das wäre eine Straftat, die wir im Falle der Fälle auch ahnden“, so Brockmann. In den nächsten Monaten sollen Nebelaktionen starten, um festzustellen, wo fehlerhafte Einleitungen sind. Auch eine Kamerafahrt in den Leitungen soll mögliche Fehler aufspüren.

Nicht nur in Mestlin, auch in anderen Orten der Region wurden Wehren alarmiert. Meist waren es wie in Kuppentin, Groß Godems und Dabel Bäume, die ihren Halt im nassen, aufgeweichten Boden verloren hatten und auf die Straßen fielen, oder große Äste, die von den Fahrbahnen zu räumen waren.

Wasserschäden durch den Dauerregen wurden aus in Spornitz und in Welzin gemeldet. Ein Teich lief in Benzin über.

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