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Parchim : Beim Frühjahrsputz bleibt viel zu tun

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Wie bewerten Parchimer sind unzufrieden mit der Ordnung und Sauberkeit in Pütt? Vor allem an den Ausfahrtsstraßen und in einigen Ecken der Altstadt sorgt achtlos weggeworfener Alltagsmüll für Unmut. Das soll sich ändern.

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erstellt am 13.Apr.2012 | 10:31 Uhr

Parchim | Wie bewerten Kreisstädter Ordnung und Sauberkeit in Pütt? "Eher schlecht!", ist sich Kerstin Ostermann vom städtischen Fachbereich für Ordnung, Sicherheit und Wirtschaft sicher. "Die Bürger sind unzufrieden und man kann es leider auch vielerorts sehen", meint sie. Vor allem an den Ausfahrtsstraßen und in einigen Ecken der Altstadt trägt achtlos weggeworfener Alltagsmüll nicht gerade dazu bei, dass Parchim als saubere Stadt punktet. Dabei sind die Aufwändungen, die die Stadt organisiert, enorm. Erst kürzlich hat Finanzfachfrau Birgit Alisch am Runden Tisch vor Geschäftsleuten klar gestellt, dass im Haushalt rund 500 000 Euro für die Pflege der öffentlichen Grünanlagen eingesetzt werden und dennoch die Zufriedenheit mit dem Zustand der grünen Lunge der Stadt mitunter zu wünschen übrig lasse. Da sei auch mehr Engagement der Bürger gefragt. Diesen Gedanken haben die Stadtvertreter aufgerufen und bitten ihre Mitbürger am 20. und 21. April zum Frühjahrsputz. Nachdem im Jahre 2002 nach kontroverser Diskussion im Stadtparlament nach längerer Pause erstmals wieder zu einer gemeinsamen Aktion aufgerufen worden war, fanden jährlich mehr oder weniger gut besuchte Aktionen statt. "Nicht übersehen werden darf, dass zahlreiche Einzelpersonen und auch Gruppen wie Hausgemeinschaften, Angler, Kleingärtner und Vereine bereits unabhängig vom Aufruf der Stadtvertretung fleißig vor der eigenen Tür putzen und die Stadt frühlingsfein machen", betont Kerstin Ostermann.

Auch die diesjährige Aktion, die am Freitag, 20. April von 13 bis 18 Uhr und am Sonnabend, 21. April, von 9 bis 12 Uhr stattfinden soll, setzt auf Eigeninitiative. "Jeder sollte den Ort zum Putzen selbst aussuchen und auch eigene Reinigungsgeräte und Sammelbehälter nutzen", bittet Kerstin Ostermann. Gruppen wie Vereine und beispielsweise Schulklassen können im Ausnahmefall bei der Stadt Müll- und Werkstoffsäcke (Telefon 038 71/713 14, Zimmer 320 im Stadthaus in der Blutstraße 5) anfordern. Diese sollten dann am Straßenrand abgelegt werden, damit sie am darauf folgenden Montag von den Mitarbeitern des städtischen Betriebshofes abgefahren werden können. Vor zwei Jahren kamen dabei mehr als 1,2 Tonnen Dreck und im Vorjahr immerhin gut eine halbe Tonne Müll zusammen, die auf Kosten der Stadt entsorgt wurden. "Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Frühjahrsputz nicht für die Entsorgung von Abfall oder Sperrmüll genutzt werden darf", sagt die Frau vom Amt.

An die Kraftfahrer, die ihre Autos auf öffentlichen Straßen parken geht die Bitte, an den beiden Putztagen zwischen Reifen und Rinnstein so viel Platz zu lassen, dass auch dort mit dem Besen gründlich gereinigt werden kann. "Hilfreich wäre natürlich, wenn der einzelne Autobesitzer seinen Stellplatz selbst fegt", sagt Kerstin Ostermann.

Zu den Sorgenkindern gehören wie seit Jahren Flächen vor leer stehenden Gebäuden. Dort haben sich wahre Dreckinseln gebildet. "Bleibt zu hoffen, dass die Grundstückseigentümer ihren Pflichten nachkommen. Wer nicht selbst für Sauberkeit und Ordnung sorgen kann oder will, muss einen entsprechenden Auftrag erteilen", gibt die Frau vom Ordnungsamt zu bedenken.

Wenn möglichst viele Parchimer beim Frühjahrsputz zu Besen, Harke und Schippe greifen, dürfte die Kreisstadt bis zum Stadtfest am 11. Mai frühlingsfein und einladend sein, meinen die Organisatoren.

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