zur Navigation springen

Lewitzrand : Begeistert von der neuer Kita

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Matzlower Kindereinrichtung lud zum Tag der offenen Tür ein. Seit Sonnabend ist auch der neue Spielplatz fertig.

Begeisterte Besucher erkundeten am Sonnabend die neu errichtete Kindertagesstätte „Lewitzkitz“ in Matzlow bei einem Tag der offenen Tür. „Das sind tolle Arbeitsbedingungen“, meinte Edelgard Gillhoff (80). „Wir hatten enge Räume und viele Kinder.“ Sie war die erste Kindergarten-Leiterin im Ort. Zunächst 1956 in einer Wohnung in Garwitz, dann ab 1958 in Matzlow, wo Väter und Mütter das Gebäude hergerichtet hatten, das noch bis vor wenigen Monaten als Bleibe für den Nachwuchs diente. „Ein paar Relikte sind noch übrig“, entdeckte Edelgard Gillhoff. Die Lokomotive Paula, die einst die Patenbrigade gebaut hatte, und eine Laube auf dem Hof.

Beides zu erhalten war auch Mandy Döscher, der heutigen Kita-Leiterin wichtig. Paula ist bei Kindern beliebt und wurde aus einer Ecke in den Eingangsbereich des Geländes geholt. Sie wird noch aufgearbeitet und erhält eine Sitzbank. Und die Laube auf dem Spielplatz bietet heute Raum für kreative Tätigkeiten.

Doch ansonsten ist das Kita-Domizil in Matzlow, das seit 1. April bezogen ist, nicht wiederzuerkennen. Schuhe ausziehen, hieß es am Sonnabend für die Gäste, bevor Mandy Döscher die Räume zeigte. Denn die Matzlower Kindertagesstätte ist eine Barfuß-Kita. Das ist gesund. Das Grün aus der Lewitz zieht sich durch die großzügigen und zugleich bis in Detail liebevoll gestalteten Räume. Die ganz Kleinen schlafen beispielsweise in kuscheligen Nestern, die Blättern nachempfunden sind. Die Kinder kennen den Wald und die Lewitz. „Wir bringen das Draußen nach Drinnen“, sagt Mandy Döscher. Als entscheidend sieht sie die Qualität der pädagogischen Arbeit, kompetente und freundliche Erzieher. In Matzlow gibt es keine festen Gruppen, Jeder Erzieher hat Kontakt zu allen Kindern. Die Kleinen können sich aussuchen, zu wem sie gehen. Unterschiedliche Räume bieten verschiedene Gelegenheiten zum Betätigen. „Wenn die Kinder selbst entscheiden können, nehmen sie sich, was sie für die Bildung brauchen“, so die Kita-Leiterin. Außerdem gibt es jeden Tag Angebote. Jeden Freitag wird in der Kinderküche Kuchen gebacken. Es geht auch viel auf den Hof und in die Natur. Am Sonnabend konnte erstmals der neue Spielplatz in Besitz genommen werden. Geplant sind Hochbeet, Barfußpfad und Kräuterschnecke.

Sie sei jedes Mal wieder begeistert, sagte Ruth Richter-Schultz, Geschäftsführerin des Volkssolidarität-Kreisverbandes (VS), der Träger der Einrichtung ist. Auch im benachbarten Spornitz konnte die VS-Kindertagesstätte in sanierte Räume ziehen. Richter-Schultz: „So schön möchten wir es eigentlich überall haben.“ In Goldberg und Dobbertin laufen Gespräche über einen Neubau oder eine Sanierung von Kindertagesstätten.

Übrigens: Die Kita Lewitzkitz verfügt noch über freie Plätze. Durch den Neubau können jetzt 48 statt früher 36 Kindergartenkinder und zwölf statt sechs Krippenkinder aufgenommen werden.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen