zur Navigation springen

Neue Attraktion auf dem Martinimarkt : Bayer lehrt Parchim das Fürchten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Premiere auf dem Martinimarkt: Grusel-Fahrgeschäft mit Kreischeffekt namens Encounter war Briten „zu beängstigend“, jetzt kommt die Attraktion nach Parchim.

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Ausgerechnet den gruselgewohnten Londonern war das Fahrgeschäft des Münchners Karl Häsler zu „scary“, also zu beängstigend. Jetzt kommt der weltweit einmalige Encounter nach dem Oktoberfest zum Martinimarkt, wird garantiert eine der Sensationen. Häsler kauft nicht von der Stange, er baut selbst. Sein Motto: „Originale kopiert man nicht... Man schafft sie!“ Der Schausteller sagt, er hauche „den Geschäften Leben ein mit meiner Seele.“ Er war schon mit den Fahrgeschäften Sensorium (Theater der Sinne) und Imagination (Psychodelic) in Parchim.

Encounter setzt noch eins drauf. Eine alte, leicht angerostete, gigantisch wirkende Maschine. Die Gäste sitzen angeschnallt wie in einem Hörsaal um ein Riesen-Reagenzglas herum. Sie befinden sich in einer hörspielartigen Jagd auf ein Alien in völliger Dunkelheit. Dank vieler Nebeneffekte wird die Hauptattraktion zu einer perfekten Illusion voller Furcht und Angst, ohne Blut und Gewalt – nur durch die Fantasie der Gäste.

„Wenn 80 Personen glauben, ein gruseliges Wesen steht direkt hinter jedem von ihnen, ist das nicht gruselig, dann wird es lustig“, lächelt Karl Häsler und spielt auf seinem Smartphone das Kreischen der Besucher vor. In der Tat, im Encounter scheint die Luft zu brennen.

Schon vor dem Eintritt in den Hörsaal erscheint ein Professor auf einem Monitor und erklärt den Gästen den Ablauf sowie die Sicherheitsbestimmungen. Die Gäste nehmen auf insgesamt 80 Sitzplätzen – halbrund um eine Säule angeordnet – Platz. Überall dicke Rohre und Kabel an der Decke, die alle bis an die Oberseite der stählernen Säule führen. Die Sitze sind mit Sicherheitsbügeln versehen, keiner kann hier weglaufen. Dann offenbart sich der Inhalt der Reagenzglas-Säule: Ein eingefrorener Alien, regungslos, aber trotzdem furchteinflößend. Dann passiert eine Panne, der Alien bewegt sich. Plötzlich fällt das Licht aus, es klirrt, als ob das riesige Glas zerbricht. Kurz flackert das Licht auf: die Säule ist leer. Karl Häsler: „In jedem der Sitze sind im Kopfbereich kleine Lautsprecher angebracht, so dass man das schwere Atmen des Alien unmittelbar hinter sich hört. Durch die im Nackenbereich angebrachten Warmluft-Düsen spürt der Gast jetzt regelrecht auch noch den warmen Atem des Aliens – und zwar alle 80 Personen abwechselnd, so dass der Nachbar schreit, die anderen jedoch nicht wissen, warum. Jetzt kommt auch noch der Schulterbügel etwas näher, als würde jemand Druck auf den Bügel ausüben.“ Jeder Gast hat das Gefühl, der ausgebrochene Alien sei genau hinter ihm. Irgendwann dürfen die Gäste dann fliehen und über das Erlebte reden – Encounter bedeutet schließlich Begegnung.

Für die Begegnung mit Parchims Martinimarkt rollt das Fahrgeschäft längs durch ganz Deutschland auf zehn 40-Tonner-Sattelschleppern an. Die Grusel-Karawane wird Parchim das lustige Fürchten lehren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen