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Parchimer Zeitung

22. November 2017 | 08:38 Uhr

Mestlin : Bautrasse wird künftig Wanderweg

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Zwischen Mestlin und Mühlenhof wird eine neue Trinkwasserleitung verlegt. Hohlweg ist künftig wieder für die Bürger nutzbar.

von
erstellt am 04.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Der Hohlweg zwischen Mestlin und Mühlenhof kann künftig wieder als Reit- und Wanderweg genutzt werden. Im Zusammenhang mit Bauarbeiten wurde er freigelegt.

Der Hohlweg war auf ca. 1000 Meter komplett zugewachsen. Dieser Weg dient dem Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim/Lübz (WAZV) als Rohrtrasse für eine neue Trinkwasserleitung von Herzberg über Mühlenhof nach Mestlin. Im Auftrag des WAZV übernahm die Firma Blunk aus Lalendorf das Freischneiden.

Nach Verlegung einer neuen Trinkwasserleitung in diesem Monat werden bis Jahresende die Wasserwerke Mestlin und Augzin abgeschaltet, erklärt Olaf Dommack, Technischer Leiter im Wasser- und Abwasserzweckverband. Die Trinkwasserversorgung erfolgt dann über das Wasserwerk Herzberg.

Seit Mai laufen umfangreiche Bauarbeiten. Der WAZV investiert in der Region rund 700 000 Euro in das Wassernetz. Fast zehn Kilometer neue Trinkwasserleitungen mussten und müssen verlegt werden: von Herzberg nach Mühlenhof, in Mühlenhof, von Mühlenhof nach Augzin und von Mühlenhof nach Mestlin.

Das Augziner Wasserwerk ist nach Aussagen des Wasserversorgers sehr klein, die Wirtschaftlichkeit nicht mehr darstellbar. Hier sind gerade einmal 122 Einwohner am Netz. In Augzin und vor allem auch in Mestlin wären Rieseninvestitionen notwendig gewesen – in die Technologie, aber insbesondere auch in den Reinwasserbehälter. In Herzberg gibt es ein großes Wasserwerk mit ausreichend Kapazität. Hier wurden seit der Wende rund 1,7 Millionen Euro investiert. Das Wasserwerk übernimmt jetzt ein größeres Versorgungsgebiet.

Wie SVZ berichtete, muss der Verband allerdings mit einem Problem fertig werden. Es wurde eine zu hohe Konzentration mit dem Pflanzenschutzmittel Bentazon in zwei Flachbrunnen festgestellt. Diese Brunnen hat der Wasserversorger in diesem Jahr vom Netz genommen. Die Bürger erhalten jetzt nur noch unbelastetes Wasser aus dem dritten Grundwasserleiter. Im kommenden Jahr ist die Errichtung eines neuen Tiefbrunnen geplant.


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